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Vollmann auf Abruf! : FC Hansa Rostock sucht neuen Trainer

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Allen Treueschwüren zum Trotz: Die Zeit von Peter Vollmann als Trainer des FC Hansa Rostock ist abgelaufen. Nach nur einem Sieg in 17 Spielen sucht der Zweitliga-Aufsteiger bereits seit Tagen intensiv einen Nachfolger.

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erstellt am 06.Dez.2011 | 11:17 Uhr

Rostock | Allen Treueschwüren zum Trotz: Die Zeit von Peter Vollmann als Trainer des FC Hansa Rostock ist abgelaufen. Nach nur einem Sieg in 17 Spielen sucht der Zweitliga-Aufsteiger bereits seit Tagen intensiv einen Nachfolger für den 53-Jährigen. Ob Vollmann heute das Training (Beginn 9.15 Uhr) noch leitet, ist offen.

Hansa-Manager Stefan Beinlich stand bis zuletzt hinter dem Aufstiegstrainer. Doch bereits nach dem Union-Debakel bekam er den Auftrag, intensive Gespräche für einen "Plan B" zu führen. Klare Vorgabe: Bei einer Beurlaubung von Vollmann sofort einen Nachfolger präsentieren zu können. Die Vereins-Bosse wollen kein "Führungsloch" mit dem Co-Trainer Michael Hartmann als Übergangslösung. Hartmann selbst wird der Job nicht zugetraut.

Bislang ist jede Mannschaft, die nach der Hinrunde nur elf Punkte hatte, abgestiegen. Der FC Hansa will dieses Wunder schaffen. Denn schon längst geht es für den Traditionsverein mit dem Klassenerhalt vor allem um das Überleben als Profiverein. Zwar erklärte Vorstandschef Bernd Hofmann auf der Mitgliederversammlung, man sei wirtschaftlich auf gutem Kurs. Doch die Altlasten wiegen schwer.

Klassenerhalt finanziell überlebenswichtig

Die Drittliga-Saison 2010/11 wurde mit einem Minus von 5,73 Millionen Euro (zu zahlende Aufstiegs- und Punktprämien sowie Steuernachforderungen aus den Jahren 1999 bis 2001) abgeschlossen. Die Verbindlichkeiten des Vereines belaufen sich auf über 15,8 Millionen Euro.

Belastungen aus dem drohenden Geisterspiel und eventuelle Verluste durch den immer noch drohenden vorzeitigen Ausstieg des Trikotsponsors Veolia nicht eingerechnet. Damit dürften die im Winter dringend notwendigen Verstärkungen im Sturm kaum finanzierbar sein. Noch schlimmer: Nach gegenwärtiger Lage ist die Lizenz für die zweite Liga nicht gesichert. Einen lizenzfähigen Etat für die dritte Liga kann der Verein auf Grund der deutlich geringeren TV-Gelder im Augenblick erst recht kaum darstellen - der Zwangsabstieg in den Amateurbereich wäre die Folge.

Dass der Verein in seinem Existenzkampf nicht auf Gnade von Seiten des DFB hoffen kann, ist jedem klar. Im Gegenteil - siehe das geforderte Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Auch deshalb einigte sich Hansa mit Innenminister Lorenz Caffier (CDU) auf drastische Maßnahmen gegen Gewaltfans, inklusive der Sperrung der Südtribüne.

Der FC Hansa kämpft ums Überleben und setzt dabei wohl nicht mehr auf Peter Vollmann.

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