Ostercamp in Warin : Faszination Mathematik als Film

Beim Filmdreh muss das ganze Team zusammenarbeiten. Am Set herrscht gespannte Stille, bevor die Klappe fällt und die „Schauspieler“ loslegen.
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Beim Filmdreh muss das ganze Team zusammenarbeiten. Am Set herrscht gespannte Stille, bevor die Klappe fällt und die „Schauspieler“ loslegen. Fotos: voff

Beim diesjährigen Ostercamp „You and Ei“ drehte sich alles um das Thema Filmemachen.

svz.de von
31. März 2016, 12:00 Uhr

Für fünfzig Jugendliche aus MV, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen hatte das Osterfest in diesem Jahr sechs statt nur vier Tage. Denn einen Teil ihrer Schulferien nutzen die 12- bis 15-Jährigen, um beim Ostercamp „You and Ei“ ihr Wissen rund um das Thema Film auszubauen und nebenbei spannende Experimente durchzuführen.

Klappe und Action: Mit professioneller Kamera- und Tontechnik sowie einem Budget an Geld-Chips für Requisiten ausgestattet, starteten die vier Gruppen in den Filmdreh. Jede von ihnen hatte ein besonderes Thema zu bearbeiten. Darunter Informatik, Naturwissenschaften, Technik und Mathematik.

„Faszination Mathematik“ lautete das Thema der Gruppe drei, mit Nick Bongartz aus Schwerin. Und auch, wenn der 13-Jährige für das Fach nicht so viel übrig hatte, freute er sich auf den Filmdreh. Es war nicht sein erster. Bei einem anderen Jugendlager hatte er darin bereits Erfahrungen sammeln dürfen. „Ich war schon in vielen Camps, weil es mir Spaß macht, immer wieder Neues ausprobieren“, sagte Nick. Dem vielseitig interessierten Schweriner helfen diese Ferienaktivitäten, um herauszufinden, welchen Beruf er später ergreifen möchte. „Noch habe ich keine Idee“.

Ein Konzept für den Film war schnell gefunden. „Mathematik ist wie ein Haus, bei dem alles aufeinander aufbaut“, erklärte die 15-jährige Inga Krause, die für das Storyboard zuständig war. Darum hat die Gruppe einen Museumsbesuch nachgespielt, in dem jeder Raum für eine mathematische Teildisziplin steht. Für die Arithmetik, Stochastik und Geometrie mussten aber noch anschauliche Beispiele gefunden werden. „Zum Beispiel, wenn man vor seinem Kleiderschrank steht und nicht weiß, was man anziehen soll. Mit Hilfe der Stochastik weiß man, wie viele Kombinationsmöglichkeiten es gibt“, sagte Inga.

Für Requisiten wollte die elfköpfige Gruppe aber kaum Chips ausgeben. Denn immerhin konnten die übriggebliebenen am Abend gegen echte Chips, Süßigkeiten und Getränke eingetauscht werden, bevor es am nächsten Tag mit Filmschnitt und Experimenten rund ums Ei weiterging.

Das anspruchsvollste am Filmdreh war für Nick, die Kamera ruhig zu halten und neben dem Bild auch den passenden Ton aufzunehmen. Denn selbst in den großzügigen Räumlichkeiten des Schlosses Hasenwinkel liefen sich die Gruppen immer wieder über den Weg. Da mussten die Tontechniker der Gruppe aufpassen, dass keine störenden Geräusche entstehen – und Nick, dass niemand versehentlich durch das Bild läuft.

Die fertigen Filme mit etwa 90 Sekunden Länge sind ab heute unter www.nordbord.de/youklug zu sehen und stehen zur Bewertung. Das Team mit den meisten Likes innerhalb einer Woche gewinnt. Und darf die Siegerprämie für Events seiner Wahl ausgeben. Damit sich die Teammitglieder noch mehr Wissen aneignen können.

Die nächsten Termine

Stralsund „Technik mal anders“ am 28.04. (noch 8 freie Plätze)

Hamburg „Unternehmenstag Makita“ am 17.05. (noch 8 freie Plätze)

Stralsund „Unternehmenstag Ostseestaal“ am 17.05. (noch 9 freie Plätze)

Rostock „Crashkurs Elektronik“ am 16.06. (noch 10 freie Plätze)

Lübeck „Unternehmenstag Gabler“ am 31.08. (noch 10 freie Plätze)

Weitere Infos und Termine unter www.nordbord.de/events

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