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Hansa Rostock versinkt immer mehr im Mittelmaß : Fascher sehnt die Winterpause herbei

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Auslaufen, den Kopf frei bekommen und die bittere 0:1-Niederlage gegen Unterhaching verarbeiten: Trotz heftigen Schneesturms drehten die Hansa-Spieler im Barnstorfer Wald ihre Runden. Gegenwind sind sie derzeit gewohnt.

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erstellt am 10.Dez.2012 | 08:05 Uhr

Rostock | Auslaufen, den Kopf frei bekommen und die bittere 0:1-Niederlage gegen die SpVgg Unterhaching verarbeiten: Trotz heftigen Schneesturms drehten die Spieler des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock am Sonntag wie gewohnt im Barnstorfer Wald ihre Runden. Schließlich sind sie in diesen Tagen Gegenwind gewohnt. Am Neuen Friedhof liefen Jörg Hahnel und Co zufällig den Teilnehmern des Nikolauslaufes über den Weg und mussten sich selbst dort spöttische Kommentare zu ihrer Leistung anhören.

Rostocker versinken immer mehr im Mittelmaß

Verständlich nach der vierten Pleite in den vergangenen fünf Begegnungen, mit der die Nordostdeutschen auf Rang neun und damit ins graue Mittelmaß der 3. Liga absackten. "Keine Frage, wir stecken in einer schwierigen Situation. Diesen negativen Lauf muss man erst mal verdauen", gab sich Hansa-Trainer Marc Fascher kurz nach Spielende ernüchtert und zugleich ratlos. Dabei konnte er seiner Elf, die aufopferungsvoll kämpfte und sich diesmal auch zahlreiche Torchancen erspielte, nicht mal groß einen Vorwurf machen. "Die Mannschaft hat alles gegeben, es war ihr nicht vergönnt."

Fehlte den Rostockern bei den Riesen-Möglichkeiten durch Ondrej Smetana und Tom Weilandt das Glück (und wohl auch die Abgezocktheit), so kam mit dem späten Gegentreffer durch Einwechselspieler Andreas Vogelsammer (88.), der bereits im Hinspiel gegen Hansa getroffen hatte, auch noch Pech hinzu. Es sind im Übrigen die beiden einzigen Saisontreffer des 20-jährigen Bayern. "Das Tor darf in dieser Phase niemals fallen. Haching schießt im gesamten Spiel ein- oder zweimal aufs Tor und gewinnt. Das ist schon bitter", zeigte sich auch Michael Blum tief enttäuscht. Ähnlich äußerte sich Ken Leemans, der sich vom Spielverlauf her zumindest einen Punkt erhofft hatte. "Beide Seiten hatten nicht so viele Chancen. Normalerweise geht so ein Spiel 0:0 aus. Unterhaching kommt einmal vor unser Tor und trifft. Das macht keinen Spaß", sagte der "Abräumer", der nach abgesessener Rot-Sperre auf den Rasen zurückkehrte.

Der Spaß dürfte auch Fascher vorläufig abhanden gekommen sein. Vielmehr sehnt der Coach in Anbetracht des sportlichen Tiefs eine Auszeit herbei. "Am liebsten würde ich schon jetzt in die Winterpause gehen. Aber dieser Wunsch wird mir wohl nicht erfüllt. Nächstes Wochenende geht es nach Babelsberg, wo wir den Bock umstoßen müssen."

Optimismus klingt irgendwie anders. Wobei: Angesichts der anhaltenden Wetterkapriolen ist es derzeit fraglich, ob das Duell in der Filmstadt am Sonntag angepfiffen wird.

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