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Familie Eipper zieht aus dem Schwarzwald nach Güstrow

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erstellt am 20.Mär.2012 | 09:30 Uhr

Güstrow | Was macht Güstrow lebenswert? In der ersten Auswertung unserer Leser-Aktion geht es heute um die Familie. "Wie wohl fühlen sich Familien in der Barlachstadt?", wollten wir wissen.

Durchweg eine Note 2 gibt die Familie Eipper Güstrow als Wohnort, für das schulische Angebot und für die Kinderbetreuung. Das waren die drei Punkte, die benotet werden sollten. Dazu baten wir um einige Bemerkungen Richtung Lob und Kritik.

Mit ihrem Urteil befindet sich die Familie Eipper im Schnitt der Mehrheit, ohne die Defizite zu verkennen (siehe nebenstehende Beiträge). Allerdings neigt man bei dieser Familie dazu, alles noch etwas höher für Güstrow zu bewerten. Denn was sie mit Güstrow verbindet, geht gegen den Trend im Land. Denn die Eippers sind vor neun Jahren aus Baden-Württemberg nach Güstrow ins Mecklenburgische gezogen. Und das nicht - wie man vermuten könnte - (nur) wegen unserer schönen Landschaft, sondern weil "Familienvorstand" Wolfgang eine Arbeit suchte und sie im nördlichen Schwarzwald nicht bekam. "Aber es war so", bestätigt der 36-Jährige. "Ich bin Lebensmittelchemiker, habe aber keine meiner Ausbildung entsprechende Arbeit gefunden", erzählt er. Seine Frau Sandra bekräftigt: "Mein Mann hat zig Bewerbungen von München bis Berlin verschickt." Güstrow wurde es dann und die Eippers machten sich aus Herrenberg im Südwesten auf den Weg in den Nordosten. Im MQD - in der Qualitätsprüfungs- und Dienstleistungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern in Güstrow - fand Wolfgang Eipper eine Arbeit als Laborleiter. Seine Frau arbeitet im Landeskontrollverband für Leistungs- und Qualitätsprüfung in der Buchhaltung, ist gegenwärtig aber zu Hause, weil sie sich im Erziehungsurlaub befindet. Sohn Florian ist zwei Jahre alt. Die Eippers haben sich da ihre "Erziehungsstrategie" zurechtgelegt. "Wir sind uns einig, dass wir unsere Kinder mit drei Jahren in eine Kindereinrichtung bringen. Solange bleiben sie unter unserer Obhut zu Hause", sagt Sandra Eipper. Damit sind die Eippers bisher gut gefahren. Auch bei Tochter Julia (6) und Sohn Tobias (4) entschieden sie sich so.

"Oase" nicht mehr so familienfreundlich wie zu Anfang

Aber wenn es dann so weit ist, steht für sie fest: Güstrow kann allen drei Kindern und der Familie etwas bieten. "Egal, ob ein Pekip-Kursus oder die Krabbelgruppe, egal ob die Evangelische Erwachsenen- und Familienbildung oder die Awo. Da gibt es eine reiche Auswahl", wertet die 35-jährige Mutter. Auch bei den Vereinen oder überhaupt der Freizeitbeschäftigung für Kinder sieht es nach ihrer Meinung gut aus. "Wir wollen Tobias, weil er es möchte, beim GSC anmelden. Er möchte Fußball spielen", erzählt Sandra Eipper. Julia ist auf dem Sprung, eine Ausbildung "Klassischer Tanz" in der Musikschule zu beginnen. Einzig das anfangs gute Angebot der "Oase" sei nicht mehr ganz so familienfreundlich. Sandra Eipper: "Babyschwimmen gibt es nicht mehr und das Bambinischwimmen nur noch sporadisch. Das ist schade und ärgert uns ein bisschen, denn wir haben sonst vom Babyschwimmen bis zum Seepferdchen alles genutzt."

Sehr zufrieden ist die Familie mit der Fritz-Reuter-Grundschule, in die seit 1. August Tochter Julia geht. Sehr günstig sei natürlich, dass die Schule sozusagen vor der Tür liege, sagt lachend die Mutter, denn eine Straße weiter in der Wilsenstraße wohnen die Eippers. "Aber wir wurden auch sehr herzlich aufgenommen. Das Verhältnis Lehrer-Schüler-Eltern stimmt und es gibt neben dem guten Unterricht viel Abwechslung für die Kinder", erklärt Sandra Eipper. Zu letzterem zählt sie u.a. die Wandertage und die Arbeit des Fördervereins. Den Sponsorenlauf findet die Familie z.B. sehr gut.

Ähnlich Gutes sagen Sandra und Wolfgang Eipper von der Kita Dachssteig, in die Tobias geht. "Tobias fühlt sich dort wie in einer großen Familie. Jeder kennt jeden. Es wird sich einfach sehr gut um die Kinder gekümmert", so Sandra Eipper, die dort im Elternbeirat mitarbeitet.


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