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Keine Lehrerausbildung : Falsche Lehrerin wegen Betrugs vor Gericht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die 50-Jährige aus Wismar soll als Kunst- und Deutschlehrerin unter anderem an Gymnasien in Mölln und Lübeck beschäftigt gewesen sein.

Eine falsche Lehrerin, die jahrelang an Schulen in Norddeutschland unterrichtet haben soll, muss sich wegen Betrugs und Urkundenfälschung vor dem Kieler Amtsgericht verantworten. Die 50-Jährige aus Wismar soll als Kunst- und Deutschlehrerin unter anderem an Gymnasien in Mölln und Lübeck beschäftigt gewesen sein. Zuletzt stand sie in Lübstorf und Bad Kleinen in Nordwestmecklenburg vor Klassen. Laut Anklage verfügte sie über keinen Hochschulabschluss und legte auch keine Prüfung ab, die sie für das Lehramt befähigt hätte. Ein Schöffengericht will darüber vom 20. Mai an verhandeln.

Ihre Anstellungen in Schleswig-Holstein und in Mecklenburg-Vorpommern von 2008 bis 2013 soll sich die 50-Jährige mit falschen Angaben erschlichen haben. Frühere Fälle sind verjährt. Die Frau flog 2013 auf, als ein Schulleiter in Mölln Verdacht schöpfte. Die Angeklagte soll dort von 2008 bis Ende 2012 am Marion-Dönhoff-Gymnasium unterrichtet haben.

Im Februar 2013 wurde der Angeklagten in Schleswig-Holstein der Beamtenstatus entzogen. Trotzdem soll sie noch in Nordwestmecklenburg beschäftigt worden sein. Als man sie dort mit den Vorwürfen konfrontierte, soll sie im August 2013 einem Auflösungsvertrag zugestimmt haben. Die Staatsanwaltschaft Kiel erhob im Januar 2014 Anklage. Sie lautet auf gewerbsmäßigen Betrug und Urkundenfälschung in drei Fällen.

 

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