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Sieben Kinder leicht Verletzt : Fahrerin von Fliege abgelenkt – Unfall

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mutter mit sieben Kindern im Auto fährt auf Laster auf / ADAC rät Insekten vor Fahrtantritt aus Auto zu entfernen

svz.de von
erstellt am 26.Aug.2014 | 20:17 Uhr

Weil sie sich von einer Fliege ablenken ließ, hat eine 36-jährige Frau einen Auffahrunfall auf der A 20 nahe Wismar verursacht. Ihre sieben Kinder im Alter von ein bis 15 Jahren, die ebenfalls im Auto saßen, wurden zum Glück nur leicht verletzt. Die ganze Familie wurde zur Sicherheit ins nächstgelegene Krankenhaus gebracht.

Nach Angaben der Polizei habe die Mutter versucht, ein Insekt mit den Händen aus dem Auto zu bekommen. „Um die Fliege aus dem Fenster zu scheuchen, muss sie den Blick von der Straße abgewendet haben“, sagt Andre Falke von der Polizei Wismar. Die Frau ließ sich von dem Tier so stark ablenken, dass sie einen vorausfahrenden Lastwagen erst bemerkte, als es zum Abbremsen schon viel zu spät war. Das voll besetzte Familienauto krachte ungebremst von hinten auf den Laster. Dabei wurde auch der 54 Jahre alte Lkw-Fahrer leicht verletzt und anschließend zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Bereits Anfang Juli gab es einen ähnlichen Unfall auf der Autobahn 19. Bei voller Fahrt stützte ein norwegischer Motorradfahrer mit seiner Begleitung nahe Alt Schwerin auf die Straße. Ein Insekt war unter den Helm des Mannes geraten und hatte den Norweger gestochen. Dieser erlitt einen allergischen Schock. Der Fahrer und seine Begleitung wurden schwer verletzt mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht, die Autobahn wurde kurzzeitig vollgesperrt.

Um schwere Unfälle zu vermeiden, rät Almut Schönermarck, Sprecherin des ADAC, auf eine Insektenjagd während der Fahrt zu verzichten. „Entwickelt sich das fliegende Objekt zum Störfaktor, sollte bald möglichst ein Parkplatz angefahren werden.“ Dort könne das Tier problemlos aus dem Auto entfernt werden. Im Fall eines Stiches sollte Ruhe bewahrt und gegebenenfalls Hilfe gerufen werden. „Bei Anzeichen, die über eine lokale Hautreaktion hinausgehen, wie z.B. Schwellungen des Gesichts, Herzrasen, Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit oder Atemnot, gilt es unter 112 den Notarzt zu alarmieren“, so Schönermarck. Ansonsten könne ein lebensbedrohlicher anaphylaktischer Schock drohen.

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