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Fälltrupps setzen auf Rügen ihre Kettensägen an

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erstellt am 12.Feb.2013 | 04:27 Uhr

Samtens | Der Bau der umstrittenen Schnellstraße auf der Insel Rügen tritt in eine weitere Phase. Rund 230 Bäume werden nach Angaben der Planungsgesellschaft Deges in den kommenden zwei Wochen bei Samtens für den weiteren Straßenbau gefällt. Am Montag hatten bereits Biologen im Auftrag der Planungsgesellschaft die Bäume auf mögliche Fledermausvorkommen untersucht. Als Ausgleich sollen mehr als 750 neue Bäume gepflanzt werden.

Der Umweltverband NABU kritisiert die Fällarbeiten an der Kreuzung der neuen Bundesstraße mit der Landesstraße 30 nach Garz. Die Neupflanzungen könnten den Baumbestand von hundertjährigen Hainbuchen und Eschen nicht ersetzen, sagte Vorsitzende Marlies Preller. Es gebe keine Garantie, dass die Jungbäume auch anwüchsen. In dem Bereich soll die neue Anschlussstelle Samtens Ost entstehen. Umweltverbände hatten sich für eine kleine Kreuzung ausgesprochen. Entsprechende Gespräche mit dem Verkehrsministerium über eine Änderung waren jedoch gescheitert.

Im November 2012 war der erste, rund 2,5 Kilometer lange Abschnitt der dreispurigen Straße freigegeben worden. Touristiker und Wirtschaftsunternehmen hoffen, dass es mit der insgesamt 20,4 Kilometer langen Straße im Sommer nicht mehr zu Staus kommt.

Ursprünglich sollte das Straßenbauprojekt 80 Millionen Euro kosten, wird aber nun mit geschätzten 125 Millionen Euro wesentlich teurer.

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