Landesamt warnt : Fadenwürmer an Speisekartoffeln

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Kontrolleure haben an Speisekartoffeln aus Zypern gefährliche Fadenwürmer entdeckt.

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17. März 2015, 21:00 Uhr

Kontrolleure haben an Speisekartoffeln aus Zypern gefährliche Fadenwürmer entdeckt. Die Nematoden können große Schäden im Kartoffel- und Tomatenanbau anrichten, teilte das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock gestern mit. Dem Menschen sind die Gelben und Weißen Kartoffelnematoden (Globodera rostochiensis und Globodera pallida) nicht gefährlich.

Der Dezernatsleiter Pflanzengesundheitskontrolle, Armin Hofhansel, warnte besonders vor der Weißen Kartoffelnematode, die bisher nicht in Mecklenburg-Vorpommern vorkomme. Ein Einschleppen müsse unbedingt verhindert werden. „Kartoffelschalen von importierten Frühkartoffeln und ihre Anhangerde sollten unbedingt über den Hausmüll entsorgt und auf keinen Fall auf den Komposthaufen oder in die Biotonnen gegeben werden“, sagte er. Eine direkte Bekämpfung der Nematoden sei nicht möglich. Sie könnten im Kartoffelanbau in der Landwirtschaft und in Kleingärten sowie bei Tomaten  zu Totalausfällen führen. Ihre Larven können 15 bis 20 Jahre im Boden überdauern. Hofhansel warnte dringend davor, Speisekartoffeln aus Zypern, Ägypten oder auch anderen EU-Staaten als Pflanzkartoffeln zu verwenden. Die geringen Preisvorteile würden sich nicht auszahlen. Die bessere Lösung sei zertifiziertes Pflanzgut.

Der Goldnematode oder Gelbe Kartoffelzystennematode verdankt seinen lateinischen Namen (Globodera rostochiensis) dem Umstand, dass er erstmals 1913 in der Nähe von Rostock entdeckt wurde.

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