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Wirtschaftsministerium geht neue Wege : Facebook soll junge Fachkräfte halten

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Auf der Suche nach geeigneten Fachkräften setzen das Wirtschaftsministerium und die drei Industrie- und Handelskammern von Mecklenburg-Vorpommern verstärkt auf das Internet und den persönlichen Kontakt.

svz.de von
erstellt am 09.Feb.2012 | 10:47 Uhr

Schwerin | Auf der Suche nach geeigneten Fachkräften setzen das Wirtschaftsministerium und die drei Industrie- und Handelskammern von Mecklenburg-Vorpommern verstärkt auf das Internet und den persönlichen Kontakt.

Grund für die Kampagne "Dein Land, deine Chance! Durchstarten in MV" , die künftig erweitert werden soll, ist ein Überhang an Ausbildungsplätzen im Land. "Noch nie standen so viele betriebliche Ausbildungsplätze so wenigen Bewerbern eines Jahrgangs gegenüber", so Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU), der die Ergebnisse zusammen mit dem Präsidenten der IHK zu Schwerin, Hans Thon, gestern in Schwerin vorstellte. "Rein rechnerisch fallen dabei aktuell auf einen unversorgten Bewerber sechs Stellenangebote", so Glawe. Beinahe die Hälfte davon entfallen auf den Hotel- und Gaststättenbereich. Dies liege auch an den niedrigen Löhnen, so der Wirtschaftsminister, der bei diesem Anlass eine "leistungsgerechte Bezahlung" forderte.

Im Oktober 2009 landesweit gestartet, soll die Kampagne mehr Jugendliche für eine berufliche Perspektive im eigenen Land begeistern. Plakat- und Flyer aktionen gehören dabei genauso zum Gerüst wie Berufsfachberater an Schulen und Promoter auf Messen und in den regionalen Kinos. Herzstück der Kampagne ist allerdings die Internetseite durchstarten-in-mv.de, über die auf den sogenannten Azubi-Atlas, eine landesweite Suchmaschine für Ausbildungsplätze, zugegriffen werden kann. Mittlerweile präsentieren hier 993 Firmen 281 verschiedene Ausbildungsberufe.

Weitere Neuerungen bilden die Ende 2011 eingeführten Erweiterungen auf den sozialen Netzwerken Face book und Twitter, die künftig die direkte Kommunikation mit den Ausbildungssuchenden erleichtern sollen.

Die komplette Kampagne hat bislang eine Million Euro gekostet, zu denen bis Ende des Jahres weitere 620 000 Euro dazukommen sollen.

Außerdem wird sich die Initiative mit drei neuen Gesichtern in der Öffentlichkeit präsentieren. Einer der drei Durchstarter ist Felix Krey. "Nach der Schule habe ich sofort eine Ausbildung bekommen und auch seitdem lief alles positiv. Wieso sollte ich also weggehen?", so der Elektroniker für Betriebstechnik aus Laage. "Ich möchte anderen ein Beispiel sein. Wenn ich das schaffen kann, können es auch andere schaffen", so Krey.

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