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Prozess in Neubrandenburg : Ex-Awo-Geschäftsführer legt Berufung ein

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Im Prozess um den Finanzskandal bei der Arbeiterwohlfahrt Müritz ist noch nicht das letzte Wort gesprochen.

svz.de von
erstellt am 13.Okt.2017 | 14:31 Uhr

Der frühere Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Müritz, Peter Olijnyk, akzeptiert das Urteil zur Rückzahlung von 390 000 Euro an seinen ehemaligen Arbeitgeber nicht. Sein Anwalt Peter-Michael Diestel hat deshalb Berufung gegen die Entscheidung des Landgerichts Neubrandenburg eingelegt. Er begründete dies am Freitag damit, dass das Gericht nur hinsichtlich formaler Fragen zur Beschlussfassung der Gremien des AWO-Kreisverbands Müritz rechtliche Bedenken habe. Diese Vorgehensweise sei aber in allen anderen AWO-Kreisverbänden gleich gehandhabt und nie beanstandet worden, erklärte Diestel.

Olijnyk stand vor Gericht, weil er mit Hilfe des damaligen Vorstandsvorsitzenden des AWO-Kreisverbands ein unverhältnismäßig hohes Jahresgehalt von 150 000 Euro plus weiterer Zahlungen sowie 30.000 Euro Tantiemen bezog. Das sei bei einem Sozialverband nicht zulässig. Die AWO klagte auf Rückzahlung. Das Landgericht Neubrandenburg verurteilte den Mann am Donnerstag zur Zahlung von 390 000 Euro an die AWO. Die Staatsanwaltschaft Schwerin ermittelt gegen den Ex-Geschäftsführer und den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden wegen des Verdachts der Untreue.

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