Breitbandausbau : EU fördert auch in MV kostenfreies Wlan

Kostenlose Wlan-Zugänge sind in vielen Ländern längst Standard. Deutschland hinkt da der Zeit noch hinterher. Ein EU-Förderprogramm könnte vor allem weiße Flecken in Kleinstädten und Dörfern tilgen - gerade auch im Urlauberland MV.

svz.de von
21. März 2018, 18:32 Uhr

Das Innenministerium in Schwerin hat Städte und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern ermuntert, Fördermöglichkeiten der EU für die Installation kostenloser Internet-Hotspots zu nutzen.

Eine rasche Bewerbung steigere dabei die Chancen auf einen Zuschlag. Dafür müssten sich interessierte Kommunen auf der Internetplattform www.WiFi4EU.eu anmelden, teilte das für EU-Angelegenheiten zuständige Ministerium am Mittwoch in Schwerin mit. Mitte Mai erfolge dann die erste offizielle Ausschreibung.

Die EU-Kommission hatte 2017 die neue Initiative gestartet und mit einem Budget von 120 Millionen Euro ausgestattet. Mit dem Geld sollen Anschaffung und Installation moderner Wlan-Technologie in Zentren des öffentlichen Lebens unterstützt werden. Kommunen erhalten Gutscheine über jeweils 15 000 Euro für die Einrichtung von Wi-Fi-Hotspots etwa in Bibliotheken, Museen, Parks und oder auf Plätzen.

In der ersten Vergaberunde werden europaweit 1000 Gutscheine vergeben. Die Verteilung erfolge regional ausgewogen, hieß es. Pro Staat gibt es mindestens 15 Gutscheine, mit mehr als 50 ist für Deutschland aber wohl nicht zu rechnen. Die Kosten für Betrieb und Wartung des Netzes tragen die Gemeinden.

Ziel der „WiFi4EU-Initiative“ ist laut EU, dass bis 2020 jede Kommune in Europa über einen leicht zugänglichen kostenlosen Wlan-Zugang verfügt. Wlan-Hotspots seien ein wichtiger Schritt, „um die Attraktivität unserer Städte und Gemeinden für den Tourismus wie auch im Alltag zu steigern“, erklärte Innenminister Lorenz Caffier (CDU).

Einer Erhebung zufolge verfügen im Nordosten knapp 100 Kommunen bereits über kostenlose Internet-Hotspots, unter anderem Rostock und Schwerin aber auch viele Badeorte an der Küste. Teilweise geringe Bandbreite erschwert aber vielfach die Nutzung. Orte mit kostenlosen Internet-Hotspots können nicht mehr von der EU-Förderung profitieren.

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