Adventsmärkte : Es weihnachtet – drei Millionen Besucher auf Märkten erwartet

Gestern begannen vielerorts die Weihnachtsmärkte.
1 von 2
Gestern begannen vielerorts die Weihnachtsmärkte.

svz.de von
24. November 2014, 19:45 Uhr

In Mecklenburg-Vorpommern hat am Montag die große Zeit der Weihnachtsmärkte begonnen. Nach Einschätzung des Landestourismusverbands werden bis zu drei Millionen Besucher zu den mehr als 40 Weihnachtsmärkten strömen, um sich bei Glühwein oder Bratwurst ein bisschen in Weihnachtsstimmung versetzen zu lassen.

Im Stralsunder Ozeaneum sorgte gestern Taucher Henning May als Nikolaus beim Reinigen der Scheiben des Schwarmfischbeckens für vorweihnachtliche Stimmung.

Die Organisatoren haben überall im Land aus Rücksicht auf religiöse Gefühle den Beginn auf die Zeit nach dem Toten- oder Ewigkeitssonntag gelegt. Sie hoffen auch, dass sie in diesem Jahr von einem Sturm verschont bleiben. Im vergangenen Jahr hatte das Orkantief „Xaver“ für vorübergehende Schließungen gesorgt.

Auf dem Schweriner Marktplatz lassen 10 000 Lämpchen den fast 20 Meter hohen Weihnachtsbaum in festlichem Lichterglanz erstrahlen. Auf der Bühne unter dem Baum wird der Weihnachtsmann täglich Kinder empfangen. Dort treten auch Chöre, Musikgruppen und Künstler auf. Der Markt ist wieder bis zum 30. Dezember geöffnet.

In Rostock werden zu dem laut Veranstalter größten Weihnachtsmarkt im Norden wieder rund 1,5 Millionen Besucher erwartet, viele davon aus Skandinavien. Bis zum 22. Dezember präsentieren sich  weit mehr als 250 Schausteller und Markthändler. Eine neue Attraktion ist der 81 Meter hohe „City Skyliner“ mit der runden Aussichtsplattform.

In Stralsund hat der Markt zwei Zentren und bietet auf dem Alten Markt eine ruhige und besinnliche Weihnachtsatmosphäre. Auf dem Neuen Markt gibt es Fahrgeschäfte und Buden für eher erlebnisorientierte Besucher.

In Wismar haben zum ersten Mal sechs Schausteller die Ausrichtung des Marktes selbst in die Hand genommen. Ziel war es, dass die Stadt diese Aufgabe nicht an eine auswärtige Agentur übergibt.

Die Suche nach Weihnachtsgeschenken wird auch in diesem Jahr die Kassen in den Geschäften Mecklenburg-Vorpommerns klingeln lassen. Der Einzelhandelsverband rechnet mit einem leichten Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr. Die Händler erwarteten für die Monate November und Dezember, in denen schätzungsweise ein Fünftel des Jahresumsatzes erzielt wird, insgesamt mehr als 1,43 Milliarden Euro Umsatz, sagte Verbandsgeschäftsführer Kay-Uwe Teetz. Das wäre etwa ein Prozent mehr als am Jahresende 2013, als knapp 1,42 Milliarden Euro eingenommen wurden.

Grund für die gestiegene Kauflust in diesem Jahr seien mehr Jobs im Nordosten und ein durchschnittliches wirtschaftliches Wachstum, sagte Teetz.

Im Schweriner Schlosspark-Center lasse der Run auf Geschenke aber noch auf sich warten, sagte der Manager des Einkaufszentrums, Klaus Banner. Zum 1. Advent am 30. November plane das Center einen verkaufsoffenen Sonntag. Die Prognosen seien gut, die Stimmung der Händler positiv, sagte Banner. Auch im zweiten großen Einkaufszentrum der Landeshauptstadt herrscht noch die Ruhe vor dem Sturm, wie Marion Bergmann, Managerin des Sieben-Seen-Centers, sagte. Ihre Weihnachtseinkäufe erledigten viele Bürger immer später im Jahr, meist erst ein, zwei Wochen vor dem Fest, beobachtete sie. „Eingekauft wird zunehmend auf den letzten Drücker – dann aber richtig!“

In Rostocks Citti-Park am Stadtrand herrsche ebenso noch kühle Zurückhaltung, sagte Managerin Nina Pierschalla. Der Renner derzeit seien Adventskalender.

Hier finden Sie eine Übersicht mit den schönsten Weihnachtsmärkten im ganzen Land.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen