zur Navigation springen
Mecklenburg-Vorpommern

21. November 2017 | 07:39 Uhr

Es war längst höchste Zeit

vom

svz.de von
erstellt am 02.Mär.2012 | 11:58 Uhr

Für 12 000 Deutsche heißt es Bangen und Hoffen: Findet sich ein passendes Organ, gibt es einen Spender? Die Situation rund um die Organspende in Deutschland ist paradox: Glaubt man Umfragen, so sind zwei Drittel dazu bereit. Doch die Warteliste ist alljährlich lang, nur ein Bruchteil der Betroffenen kann auf ein Spenderorgan hoffen.

Es war längst höchste Zeit, dass sich die Bundestagsfraktionen besonnen haben, um in dieser Frage von Leben und Tod für Tausende eine Verbesserung zu erreichen. Mit der jetzt gefundenen Lösung dürfte sich die Zahl derjenigen zumindest erhöhen, die nicht nur theoretisch zur Organspende bereit sind, sondern dies auch ganz praktisch dokumentieren. Die geplante Entscheidungslösung führt dazu, dass die Frage nach der Spendenbereitschaft mit zeitlichem Abstand von neuem gestellt wird, solange man sich nicht klar dafür oder dagegen entscheidet - das ist kein Zwang, aber ein Denkanstoß für den Einzelnen, eine Entscheidungshilfe. Wer sich weder für noch gegen eine Organspende entscheiden mag, überlässt die schwere Entscheidung im Falle seines Todes wie bisher seinen Angehörigen.

Das ist eine schwere Bürde. Den eigenen Willen vor dem Tod festzulegen, hilft allen Beteiligten. Wie viele Menschen mehr sich in Zukunft für die Hilfe entscheiden, wird aber auch von den Begleitumständen abhängen. Nur mit klaren, umfassenden Informationen besteht eine ausreichende Entscheidungsgrundlage.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen