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Mecklenburg-Vorpommern

23. November 2017 | 14:25 Uhr

Pferdeunfall : Es war doch kein Pferderipper

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

„Laut Angaben eines Tierpathologen haben innere Verletzungen zu seinem Tod geführt“, bestätigte Klaus Wiechmann von der Polizeiinspektion Ludwigslust.

svz.de von
erstellt am 27.Okt.2014 | 20:02 Uhr

Der Fall eines verstümmelten Pferd, das tot auf einer Weide in Neu-Poserin bei Goldberg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) gefunden wurde, ist aufgeklärt. Das vor einer Woche auf einer Koppel gefundene tote Reitpferd wurde nicht von fremder Hand getötet. „Laut Angaben eines Tierpathologen haben innere Verletzungen zu seinem Tod geführt“, bestätigte gestern Klaus Wiechmann von der Polizeiinspektion Ludwigslust.

Nach Erkenntnissen des Pathologen soll sich der Vierbeiner an einem Betonelement selbst verletzt haben. Dabei handelt es sich nach Angaben der Besitzerin Karina Vandersee-Müller um einen Gullyschacht, der etwa 1,30 Meter hoch und abgerundet sei. Die Untersuchung in Rostock hat ergeben, dass das Tier mit voller Wucht gegen diesen Schacht gelaufen sein muss. An ihm konnten die ermittelnden Kriminalisten Spuren finden, die diese Version erhärteten. Anschließend muss das Tier schwer verletzt noch bis zur Futterstelle gelaufen und dort verendet sein. Warum das Tier gegen den Schacht lief, sei im Grunde unerklärlich, so Karina Vandersee-Müller.

Die Verstümmelungen, die anfangs ein äußeres menschliches Eingreifen vermuten ließen, könne man ebenfalls erklären. „Diese sollen laut der Veterinärmediziner von Tierfraß an dem bereits toten Pferd herrühren“, sagt Wiechmann.

Für die Pferdebesitzer in der Region gibt es nun ein Aufatmen, da klar ist, dass kein unbekannter Tierfrevler unterwegs ist.

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