zur Navigation springen
Mecklenburg-Vorpommern

24. November 2017 | 05:05 Uhr

Waren : Erstmals Maränen im Müritzeum

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kleine Maränen kommen nur in klaren Seen vor. Sie schwärmen meist in großen Tiefen. Fischzüchtern ist es nun gelungen, die Tiere an künstliches Futter zu gewöhnen. Nun sind sie fit fürs Aquarium.

svz.de von
erstellt am 10.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Das Natur-Infozentrum Müritzeum in Waren hat „neue Bewohner“ bekommen. Fischzüchter setzten am Donnerstag einen Schwarm Kleiner Maränen (Coregonus albula), die als sehr empfindliche Art gelten, in das riesige Schaubecken ein. „Diese Fische sind eine Rarität“, sagte Müritzeum-Leiterin Andrea Nagel.

Fischzüchter haben drei Jahre gebraucht, um die sensiblen Tiere an bestimmtes Trockenfutter zu gewöhnen. Das ermöglichte die Aquarienhaltung. In dem sieben Meter hohen Schaubecken schwimmen nun rund 400 Große Maränen als „Alt-Bewohner“ und etwa 200 Kleine Maränen. Das Müritzeum zeigt 51 der etwa 60 Süßwasser-Fischarten, die in Mecklenburg-Vorpommern vorkommen.

„Wir haben verschiedene Futtersorten mit pflanzlichem Eiweiß gemischt, vorher litten die Kleinen Maräne oft an Verdauungsproblemen“, erklärte Günter Ziebarth von der Müritz-Fischzucht. Die Kleine Maräne gilt nach Angaben des Müritzeums als Relikt der Eiszeit und braucht sauerstoffreiche klare Süßwasserseen. Die Vorgänger der jetzigen Müritzeums-Bewohner wurden im Tollensesee bei Neubrandenburg gefangen und ihre Brut aufgezogen.

Die etwa zwölf Zentimeter großen Fische waren mit weiteren mehreren hundert Artgenossen vor dem Einsetzen rund zwei Monate in Quarantänebecken. Im Schaubecken bildeten sie sofort einen großen Schwarm. Die Kleine Maräne stammt aus der Familie der Lachsfische und gilt auch als grätenarmer und besonders schmackhafter Speisefisch.

Das Müritzeum hat jährlich mehr als 170 000 Besucher.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen