Streiks im Öffentlichen Dienst : „Erstes Signal des Protestes“

Beschäftigte von Bund und Kommunen wollen heute für zwei Stunden die Arbeit niederlegen.
Beschäftigte von Bund und Kommunen wollen heute für zwei Stunden die Arbeit niederlegen.

Verdi kündigt Warnstreiks im öffentlichen Dienst in MV an

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06. März 2018, 20:55 Uhr

Im Tarifstreit des öffentlichen Diensts hat die Gewerkschaft Verdi erstmals Beschäftigte in Mecklenburg-Vorpommern zu Warnstreiks aufgerufen. Heute sollen demnach Mitarbeiter der Kreisverwaltung Vorpommern-Rügen, der Stadtverwaltung Stralsund und des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes zwei Stunden die Arbeit niederlegen. „Wir wollen mit den Warnstreiks in Mecklenburg-Vorpommern ein erstes Signal des Protestes setzen“, sagte gestern Verdi-Fachbereichssekretärin Simone Wolf. Die Kassenlage beim Bund und den Kommunen lasse eine Steigerung der Gehälter zu.

Die erste Runde der Tarifverhandlungen für die bundesweit 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen war vor einer Woche in Potsdam ohne ein Angebot der Arbeitgeber zu Ende gegangen. Die Gewerkschaft hatte daraufhin Warnstreiks angekündigt. Verdi fordert für die Beschäftigten der Kommunen und des Bundes und die Ver- und Entsorger sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 200 Euro, sowie die unbefristete Übernahme der Auszubildenden.

Zu dem ersten Warnstreik werden etwa 50 bis 100 Teilnehmer erwartet. Weitere Aktionen seien für den 8. März in Neubrandeburg geplant.

Der öffentliche Dienst habe seine Attraktivität verloren, sagte Wolf. Gutes Personal sei nur schwer zu finden, Ausbildungsplätze blieben frei. Gründe seien die permanente Unterbesetzung, die steigende Überlastung und die mangelnde Wertschätzung der Arbeit, die auch über den Geldbeutel erfolge.

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 12.und 13. März angesetzt.

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