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Sandsturm A19 in MV : Erster Prozess nach Massenkarambolage

vom

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erstellt am 16.Dez.2014 | 15:42 Uhr

Fast vier Jahre nach der Massenkarambolage im Sandsturm auf der A19 beginnt am 15. Januar vor dem Amtsgericht Rostock der erste Prozess gegen eine Beteiligte. Der 53 Jahre alten Frau aus Brandenburg werde fahrlässige Tötung vorgeworfen, teilte das Amtsgericht am Dienstag mit. Bei der Karambolage Anfang April 2011 waren acht Menschen getötet und 59 verletzt worden.

Die Frau soll laut Anklage ohne die Geschwindigkeit den Verhältnissen angepasst zu haben, in die Wolke hineingefahren und auf ein Auto aufgefahren sein. Darin starb ein Ehepaar. Die Angeklagte habe einen Strafbefehl über neun Monate Haft bekommen und sei dagegen in Widerspruch gegangen.

In die Karambolage waren 85 Fahrzeuge verwickelt. An dem Tag war es bei trockener Witterung und stürmischen Winden mit Böen bis zu Windstärke 8 zu Sandaufwirbelungen mit erheblichen Sichtbeeinträchtigungen auf der Autobahn gekommen. Die Sicht in der Wolke lag laut Gericht teilweise nur bei drei bis fünf Metern.

Früheren Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge wurden insgesamt sieben Strafbefehle wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und der fahrlässigen Gefährdung des Straßenverkehrs beim Amtsgericht Rostock beantragt. Die Sprecherin des Gerichts ging am Dienstag davon aus, dass noch zwei oder drei weitere Hauptsacheverfahren gegen Unfallbeteiligte folgen werden, die sich gegen den Strafbefehl gewehrt haben.

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