Zukunft der Landwirtschaft in MV : Erste Gemeinsamkeiten für Agrar-Masterplan

Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD), Foto: Archiv
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Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD), Foto: Archiv

Bis zum Spätsommer will Landwirtschaftsminister Till Backhaus von Experten und Betroffenen einen "Masterplan" für die Zukunft der Land- und Ernährungswirtschaft in MV ausarbeiten lassen.

svz.de von
28. Januar 2013, 09:39 Uhr

Schwerin | Bis zum Spätsommer will Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) von Experten und Betroffenen einen "Masterplan" für die Zukunft der Land- und Ernährungswirtschaft und der ländlichen Räume ausarbeiten lassen. Bei den bisherigen Treffen der dazu berufenen Kommission prallten die gegensätzlichen Vorstellungen von konventionellen Landwirten sowie Biobauern und Umweltschützern aufeinander. Dennoch sieht der Vorsitzende der Kommission, Professor Hans-Robert Metelmann (parteilos), inzwischen manche Gemeinsamkeiten.

"Landwirtschaft muss nachhaltig und ganzzeitlich betrieben werden. Darin sind wir uns einig", so der ehemalige Schweriner Bildungsminister. Dies sei zwar noch ein vages Ziel, räumte er ein, schließe aber aus, dass in der Landwirtschaft "auf Verschleiß gefahren werde". Laut Metelmann haben die Masterplan-Experten auch festgestellt, dass sich Landwirte und Verbraucher häufig nicht mehr verstehen. Die Nicht-Landwirte seien über die Entwicklungen in der modernen Landwirtschaft, egal ob "ökologisch" oder "konventionell", schlecht informiert. Diese Wissenslücke müsse geschlossen werden. Außerdem tritt die Kommission für mehr landwirtschaftsbezogene Forschung ein, deren Ergebnisse schneller an die Landwirte, die Verarbeiter und die Verbraucher weitergegeben werden müssen.

Bislang habe die Kommission zahlreiche "Puzzlesteine" in den Arbeitsgruppen zusammengetragen, die geordnet werden müssen, so Metelmann. Dies könne jedermann im Internet verfolgen und sich an der weiteren Diskussion beteiligen (www.mensch-und-land.de). Bis zum fertigen Masterplan seien noch zahlreiche Schritte zu gehen. Deshalb kann Metelmann die Kritik von Umweltverbänden und Biobauern nicht verstehen, die in der vergangenen Woche sogar drohten, ihre Mitarbeit aufzukündigen, weil ihre Positionen nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Metelmann: "Eigentlich hatten alle die Möglichkeit, sich einzubringen."

Die Arbeit am Masterplan sieht Metelmann als Chance für alle Bürger in MV. "Wer auf dem Gebiet der Landwirtschaft etwas bewegen will, hat jetzt eine offene Tür ins Landwirtschaftsministerium."

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