Nord Stream 2 : Erste Erlaubnis für Gaspipeline

Rohre für die zukünftige Ostsee-Erdgastrasse werden im Hafen Sassnitz-Mukran gelagert.
Rohre für die zukünftige Ostsee-Erdgastrasse werden im Hafen Sassnitz-Mukran gelagert.

Bergamt Stralsund erteilt Teilgenehmigung für Nord Stream 2

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12. Dezember 2017, 21:00 Uhr

Im deutschen Genehmigungsverfahren für den Bau der umstrittenen Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 hat das Projekt eine erste Hürde genommen. Das Bergamt Stralsund erteilte eine erste Teilgenehmigung für den Bau der Trasse. Wie aus dem jetzt öffentlich gewordenen Dokument hervorgeht, bezieht sich die bergbaurechtliche Genehmigung auf die Errichtung der Pipeline im Ostseebereich des deutschen Festlandsockels. Ein Sprecher der Gazprom-Tochter Nord Stream 2 bezeichnete die Erlaubnis als „einen ersten Schritt“ in Richtung deutscher Gesamtgenehmigung. Demnach stehen noch zwei Bescheide aus, die vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (zuständig für die Ausschließliche Wirtschaftszone) und vom Bergamt Stralsund (zuständig für die Küstengewässer Mecklenburg-Vorpommerns) zu erteilen seien. Dabei werden auch die von Nord Stream angestrebten und teils umstrittenen Umweltausgleichsmaßnahmen beurteilt.

Das Bergamt Stralsund schätzt in der bergbaurechtlichen Genehmigung ein, dass die Auslegung der beiden parallel verlaufenden Rohrleitungen in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone dem Stand der Technik entspricht. Eine Beeinträchtigung „überwiegender öffentlicher Interessen“, die nicht durch eine Befristung oder Auflage ausgeglichen werden könnten, sei nicht zu befürchten, heißt es weiter in der Genehmigung.

Der Umweltverband WWF prüft, ob er Widerspruch gegen diese erste Teilgenehmigung einlegt.

Martina Rathke

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