Symbol der Einheit in Dömitz : Erste deutsch-deutsche Brücke nach Mauerfall

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Die neu gebaute Dömitzer Brücke wurde am 18. Dezember 1992 eröffnet - direkt neben der 1945 zerbombten Eisenbahnbrücke über die Elbe. Die Brücke sollte das Zusammenwachsen von Ost und West voranbringen.

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18. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Sie war ein Symbol der deutschen Einheit und ist heute eine wichtige Verbindung zwischen zwei Bundesländern: Zum 25. Jahrestag der Eröffnung der Dömitzer Brücke über die Elbe werden am Montag Niedersachsens Europaministerin Birgit Honé und Mecklenburg-Vorpommerns Infrastrukturminister Christian Pegel (beide SPD) erwartet. Nach einer Festveranstaltung im Kulturhaus von Dömitz ist ein großes Bürgerfest inklusive Feuerwerk geplant. Die am 18. Dezember 1992 eröffnete Verbindung war der erste deutsch-deutsche Brückenschlag nach der Wiedervereinigung.

„Die Brücke hat maßgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung beigetragen“, sagte der Bürgermeister der Samtgemeinde Elbtalaue, Jürgen Meyer (parteilos) auf der niedersächsischen Seite. Nach seinen Worten rollen heute täglich rund 10 000 Fahrzeuge über die Brücke, zunehmend Schwerlastverkehr. Hunderte Menschen pendeln täglich über die Brücke zur Arbeit, laut Meyer nicht mehr nur von Ost nach West wie in den Anfangsjahren.

15 Kilometer Fahrweg auf der Straße liegen das niedersächsische Dannenberg und Dömitz im Osten nun voneinander entfernt. Vor dem Brückenbau mussten die Menschen mehr als 100 Kilometer fahren, um in die jeweils andere Stadt zu gelangen. An anderen Orten wie Neu Darchau kann die Elbe nur mit der Fähre überquert werden. Es hätten sich Freundschaften entwickelt, viele Vereine westlich und östlich der Elbe kooperierten, sagte Meyer.

Neben der Dömitzer Straßenbrücke steht immer noch die 1945 zerbombte Eisenbahnbrücke über die Elbe. „Sie ist eines der wenigen Zeugnisse des Zweiten Weltkriegs und der innerdeutschen Teilung“, sagte der Samtbürgermeister. Deshalb soll die alte Brücke demnächst saniert werden.

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