Futternot im Stall : Erste Bauern verkaufen Tiere

Tieraerztin Claudia Wesenauer verteilt in der Station des Rinderzuchtverbandes Mecklenburg-Vorpommern (RMV) in Woldegk eine Streicheleinheit an einen Spitzenbullen. Foto: Jens Koehler/ddp
Tieraerztin Claudia Wesenauer verteilt in der Station des Rinderzuchtverbandes Mecklenburg-Vorpommern (RMV) in Woldegk eine Streicheleinheit an einen Spitzenbullen. Foto: Jens Koehler/ddp

Für die etwa eine halbe Million Rinder und die 25 000 Pferde in MV werden Futter und Stroh knapp. Die ersten Tierhalter hätten begonnen, die Viehbestände zu verkleinern.

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08. November 2011, 07:12 Uhr

Schwerin | Ebbe in der Raufe: Für die etwa eine halbe Million Rinder und die 25 000 Pferde in MV werden Futter und Stroh knapp. Die ersten Tierhalter hätten begonnen, die Viehbestände zu verkleinern, sagte Silvia Marscheider, Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes Uecker-Randow.

Vor allem Halter von Fleischrindern mussten Hunderte Tiere früher verkaufen, sagte Heiko Güldenpfennig, Chef des Rinderzuchtverbandes. Knapp wird es vor allem in Ställen in der Küstenregion, Nordwestmecklenburg und in östlichen Landesteilen.

Einige Silos seien nur zu 50 Prozent gefüllt, sagte Andreas Manz, Chef des Bauernverbandes Nordwestmecklenburg. Trockenheit im Frühjahr und Hochwasser im Sommer hätten stellenweise die Futterernte fast komplett ausfallen lassen. Gleichzeitig habe der viele Regen die Strohernte ins Wasser fallen lassen, so Güldenpfennig.

Die Futternot treffe besonders Öko-Betriebe. Einige Höfe seien gezwungen, den den Einsatz von konventionellem Futter zu beantragen, sagte Marscheider. Auch bei Hobby-Pferdehalter werden Stroh und Heu knaoo, heißt es Pferdezuchtverband. Die Missernte kommt Bauern teuer zu stehen. "Stroh ist in diesem Jahr bares Geld wert", sagte Manz. Mittlerweile werden doppelt zu hohe Preise verlangt wie im Vorjahr.

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