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Mecklenburg-Vorpommern

13. Dezember 2017 | 04:32 Uhr

Urlaubsinsel Rügen : Erst Öl, dann Paraffin

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wieder verschmutzte Strandabschnitte auf Rügen / Noch keine Kenntnisse über Herkunft des Erdölprodukts

svz.de von
erstellt am 29.Apr.2014 | 07:25 Uhr

Feuerwehr und Technisches Hilfswerk kämpfen gegen die zweite große Strandverschmutzung auf der Urlaubsinsel Rügen binnen eines Monats. An deren Ostküste war Paraffin auf rund zehn Kilometern Länge angeschwemmt worden, wie das Havariekommando in Cuxhaven mitteilte. Ein Strand wurde gesperrt. Erst Anfang April waren an den Stränden von Usedom und Rügen viele Ölklumpen angeschwemmt worden.

Die meisten Paraffinklumpen sind etwa so groß wie Tennisbälle, einige erreichten aber auch Handballgröße, wie ein dpa-Reporter am betroffenen Ostseestrand feststellte. Dutzende Helfer nahmen die weißen und wachsartig wirkenden Paraffinklumpen mit Schaufeln auf und schippten sie in Plastiksäcke.

Das Paraffin ist ein Erdölprodukt, das zur Herstellung von Kosmetika und Kerzen genutzt wird. Es wird in flüssiger Form in Tankschiffen transportiert. Paraffin ist nicht giftig, sofern man es nicht isst. Zur Herkunft der Verschmutzung gab es zunächst keine Erkenntnisse.

Umweltminister Till Backhaus (SPD) hatte am Sonntag darauf hingewiesen, dass manche Kapitäne die Tanks aus Kostengründen auf offener See reinigen. Dies sei jedoch illegal.

Der Geschäftsführer der Tourismuszentrale Rügen, Kai Gardeja, erwartete keine negativen Auswirkungen auf den Tourismus der Insel. Er ging davon aus, dass die Reinigungsarbeiten heute abgeschlossen seien. Paraffin verbinde sich nicht mit dem Sand und Wasser. Auf dem offenen Meer in Küstennähe seien noch einige Klumpen sichtbar. Diese würden aber bei dem derzeitigen Ostwind an den Strand getrieben und dann sofort beseitigt. Bei der Ölverschmutzung Anfang des Monats wurden mehr als 75 Kubikmeter Öl-Sand-Gemisch eingesammelt. Auf den Verursacher gibt es noch keine Hinweise, teilte die Wasserschutzpolizei Sassnitz gestern mit. Die Ermittlungen liefen, in Betracht kämen rund 150 Schiffe. Derzeit überfliege ein Ölüberwachungsflugzeug das angrenzende Meeresgebiet, hieß es vom Havariekommando. Seine Besatzung solle feststellen, ob mit weiteren Paraffin-Anlandungen von See zu rechnen sei


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