Badestrandtest: Deviner Strand Stralsund : Erst hui, dann pfui

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Am Deviner Strand in Stralsund treffe ich auf so manche böse Überraschung

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03. August 2016, 11:45 Uhr

Vorbei am Kurhaus, rein in den Deviner Park: Alte Baumstämme zieren den Weg zum Strand, ein kleiner Teich liegt nahezu bewegungslos da, ein paar Vögel sind zu hören. Es riecht nach Meer. Meine Erwartungen steigen. Mein Mops Rambo zieht immer mehr an der Leine. Wir wollen ihn endlich sehen – den Deviner Strand in Stralsund.

Durch die Bäume erhasche ich einen ersten vielversprechenden Blick aufs Meer. Wir werden schneller. Doch dann – die Ernüchterung. Am Strand angekommen, fällt mein erster Blick auf einen Mülleimer. Er ist mehr als voll. Neben ihm türmen sich bereits weitere Hinterlassenschaften der Strandbesucher. Das Wasser macht auch keinen besseren Eindruck. Es ist grün, voller Algen. Sogar ein toter Fisch treibt umher.

Da ich einige Zeit mit dem Auto unterwegs war und den einen oder anderen Kaffee intus habe, suche ich die öffentliche Toilette. Ich werfe 50 Cent ein. Warte. Die Spannung steigt. Das Geld kommt wieder aus dem Automaten, die Tür öffnet sich nicht. Das WC ist defekt. Nun fällt mir auch ein merkwürdiger Geruch auf. Dann die böse Überraschung: Hinter dem Häuschen haben die Besucher ihre kleinen und großen Geschäfte verrichtet. Ich sehe zu, dass ich Land gewinne. Also mache ich mich auf den Rückweg durch den Deviner Park. Doch noch nicht einmal der kann für diesen Strand-Test entschädigen.

Strand-Check Deviner Strand

Sandburg-Faktor

Kleine und große Baumeister sind am Deviner Strand willkommen.

Wellen-Faktor

Bei ordentlich Wind gibts  auch Wellen.

Wassersport-Faktor

Kopfstand in der Ostsee – wer ihn kann und sich hier ins Wasser traut.

FKK-Faktor

Nudisten-Verbotsschilder gibt es nicht.

Badewannen-Faktor

Das Wasser ist grün, viele Algen, ein toter Fisch treibt auch umher – die Qualität wird monatlich vom Landesamt für Gesundheit und Soziales MV untersucht, die Mitarbeiter bescheinigen dem Strandbad „ausgezeichnete Wasserqualität“.

Mops-Faktor

Hunde dürfen angeleint an den Strand. Aber noch nicht einmal mein Mops setzt hier  eine Pfote ins Wasser.

Wellness-Faktor

Decken müssen am naturbelassenen Strand mitgebracht werden. Für Schatten sorgen Bäume. Die öffentliche Toilette ist gut zur erreichen, allerdings außer Betrieb.   

Sicherheits-Faktor

Der Strand ist nicht bewacht.   

Mülleimer-Faktor

Einmal die Woche soll der Strand, nach Angaben der Stadt Stralsund, gereinigt werden. Allerdings liegt viel Müll umher, die dafür vorgesehenen Behälter laufen über.  

Dusch-Faktor

 Zu Hause sollte ich nach diesem Test ganz bestimmt duschen.

Hunger-Faktor

Das Kurhaus ist nicht weit weg, hier gibts auch was für die Kauleiste.

Unterhaltungsfaktor

Entweder man ist sich selbst genug oder man sorgt für Unterhaltung: einen Ball, ein Buch und ein paar Karten sollte man einpacken.

Dicke-Marie-Faktor

Eintritt wird nicht fällig. An der Straße stehen kostenfrei ein paar Parkplätze zur Verfügung.

 

Und wo gehen Sie gerne baden? Schicken Sie uns Ihre Strandvorschläge mit Adresse, kurzer Beschreibung und gerne auch mit einem Bild an onlineredaktion@medienhausnord.de und wir ergänzen sie als Lesertipp in unserer Karte.

(Hinweis: unvollständige Vorschläge können leider nicht berücksichtigt werden. Die Sammlung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, die Infos sind ohne Gewähr.)

>> Morgen im Badestrandtest: Der Inselsee in Güstrow

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