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Elbehochwasser : Erst Hälfte der Fluthilfe ausgezahlt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Vor einem Jahr erschüttert die Hochwasser-Katastrophe Deutschland – die Folgen sind bis heute nicht überwunden

svz.de von
erstellt am 06.Jun.2014 | 11:44 Uhr

Ein Jahr nach dem Elbehochwasser im vergangenen Sommer sind in Mecklenburg-Vorpommern etwa die Hälfte der Fluthilfen ausgezahlt. Von den 2,6 Millionen Euro, die dem Landkreis Ludwigslust-Parchim zur Entschädigung aus dem Aufbauhilfefonds von Bund und Ländern zur Verfügung gestellt wurden, seien bisher 1,16 Millionen ausgereicht, sagte Andreas Bonin, Sprecher des Kreises. Das Geld wurde beispielsweise für Material und Leistungen bezahlt, die Firmen zum Schutz für die Flut bereitgestellt hatten.

Außerdem teilte das Schweriner Agrar- und Umweltministerium auf Nachfrage mit, dass zum Ausgleich von Hochwasserschäden in landwirtschaftlichen Betrieben 19 Anträge gestellt wurden. Davon wurden elf Anträge bewilligt und 535 000 Euro ausgezahlt. Acht Anträge befinden sich noch in Bearbeitung. Das Ministerium geht davon aus, dass weitere 746 048 Euro an Bauern, deren Felder und Weideflächen überflutet waren, ausgezahlt werden. Ferner bekam das Land für die Erhöhung der Deiche in Kaliß und Heiddorf entlang der Müritz-Elde-Wasserstraße 1,05 Millionen Euro aus dem Aufbauhilfefonds.

 

Mecklenburg-Vorpommern war von der Elbeflut im vergangenen Jahr weitgehend verschont geblieben, auch weil bei Fischbeck in Sachsen-Anhalt ein Elbdeich brach und dadurch eine Fläche überflutet wurde, die doppelt so groß wie der Müritzsee ist.

Von allen Bundesländern ist Sachsen-Anhalt auch mit Abstand größter Nutznießer der acht Milliarden Euro, die Bund und Ländern aus dem Aufbauhilfefonds für Flutopfer zur Verfügung stehen.

Wie die Landesregierung in Magdeburg mitteilte, sind über 50 Prozent der Anträge auf Aufbauhilfe inzwischen bewilligt. Von den 529 Anträgen aus Wirtschaftsunternehmen seien sogar 75 Prozent abgearbeitet. 48 Millionen Euro stehen bereit. Zur Behebung von Schäden an Wohngebäuden wurden 2600 Anträge gestellt, von denen 70 Prozent mit einem Volumen von 40 Millionen Euro bewilligt wurden. Dagegen seien lediglich 22 Prozent der Anträge zur Wiederherstellung der Infrastruktur in Gemeinden bearbeitet. Sachsen-Anhalt war mit einem Anteil von 40 Prozent aller Schäden am schwersten von der Flut 2013 betroffen.


 

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