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Schweriner Offroad-Duo Ingo & Silke Kaldarasch bei der Italian Baja 2011 : Erst "Ausritt", dann erfolgreiche Aufholjagd

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Das Debüt bei der Italian Baja 2011 nahe Venedig, einem WM-Lauf im Rahmen des FIA World Cup Cross Country, wurde zu einer regelrechten Achterbahnfahrt für die Schweriner Ingo & Silke Kaldarasch.

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erstellt am 23.Mär.2011 | 08:23 Uhr

Venedig/Schwerin | Das Debüt bei der Italian Baja 2011 nahe Venedig, einem WM-Lauf im Rahmen des FIA World Cup Cross Country, wurde zu einer regelrechten Achterbahnfahrt für die Schweriner Ingo & Silke Kaldarasch. Mit einem Ausritt in einer extrem glatten Linkskurve in den Graben und damit verbundenen Zeitverlust von rund acht Minuten fing es an. "In solcher Situation hilft nur Ruhe bewahren", so Ingo Kaldarasch.

Danach folgte eine Aufholjagd von Platz 47 unter den 51 Teilnehmern ins Mittelfeld. Da es in Italien in den vergangenen Tagen vor dem am Freitag gestarteten Weltcup-Rennen heftigste Regenschauer gegeben hatte, waren viele Abschnitte der Rennstrecken regelrecht überflutet. Die Rennleitung nahm daraufhin rund ein Drittel der Strecke aus dem Rennen. Im Ergebnis waren die Distanzen nun super schnell, aber alles andere als schwierig. Silke Kaldarasch: "Wir haben mehr Chancen, wenn es richtig zur Sache geht. Geradeaus fahren und dreimal abbiegen, ist nicht so unser Ding."

Am zweiten Renntag kämpfte sich das Kaldarasch-Team in vier Tagesetappen auf den 38. Platz vor. Als bestes Einzelergebnis sprang dabei ein 32. Platz im vierten Lauf heraus. "So hatten wir uns eigentlich unseren WM-Einstand von Anfang an vorgestellt", so Ingo. Allerdings "muckte" der Mercedes-Motor nach der zweiten großen Wasserdurchfahrt. Erst nach Rennschluss stellte sich am Montag heraus, dass der Luftmengenmesser Schaden genommen hatte.

Den Rest des WM-Laufes konnte Kaldarasch nur mit maximal 140 km/h absolvieren. Da das Auto schwerer auf Geschwindigkeit kam, stellten die beiden Schweriner ihren Fahrstil um und versuchten es mit möglichst viel Speed durch die Kurven. Dies aber hatte zur Folge, dass man mehrfach gefährlich nah der Gräben vom Freitag kam. Doch das hohe Risiko sollte sich auszahlen. Nach den vier Sonntagsläufen wurden die Kaldaraschs Gesamt-34. In ihrer Klasse belegten sie einen guten 17. Platz. Silke Kaldarasch: "Wir sind beim ersten Welt-Cup im Ziel und haben sogar eine anständige Platzierung erreicht. Das ist super!"

Das deutsche SAM-Mercedes-Team mit dem Dakar-Buggy-Gewinner Matthias Kahle (Görlitz) wurde in Italien Dritter. Der deutsche Meister Frank Stensky (Gotha) erreichte nach einer kleinen Zeitstrafe für zu spätes Starten den 19. Rang. Sieger wurde zum dritten Mal der St. Petersburger Boris Gadasin auf einem Eigenbau-Prototypen mit amerikanischem Motor, japanischem Rahmen und französischem Fahrwerk, zusammengebastelt in Russland. Hier zeigt sich eindrucksvoll die internationale Globalisierung!

Der FIA World Cup Cross Country besteht aus sieben Läufen. Der nächste ist vom 1. bis 7. April das Abu Dhabi Desert Challenge. Weitere Stationen sind in Tunesien (wenn es denn bei der aktuelle politische Lage möglich ist) sowie Spanien, Ungarn, Ägypten und zum Abschluss Ende Oktober in Portugal. Die Kaldaraschs wollen nochmals im Juli in Spanien und Ende August in Ungarn dabeisein. Ingo Kaldarasch: "Das andere kann ich mir nicht leisten."

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