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Besuchermagnet am Schaalsee : Ersatz für abgebrannten Hochstand

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Wo einst ein vier Meter hoher Ausguck den Blick freigab auf die Schalisser Bucht, ist heute nur noch ein aufgewühlter Fleck mit Brandspuren. Unbekannte hatten im September 2011 den beliebten Holzturm einfach niedergebrannt.

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erstellt am 09.Apr.2012 | 08:02 Uhr

Zarrentin | Wo einst ein vier Meter hoher Ausguck den Blick freigab auf die Schalisser Bucht, ist heute nur noch ein aufgewühlter Fleck mit einigen unverkennbaren Brandspuren. Unbekannte hatten im September letzten Jahres den bei Besuchern so beliebten Holzturm einfach niedergebrannt. Klaus Jarmatz vom Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee, das den Beobachtungshochstand am Schaalsee unweit des Klosters 1998 für rund 40 000 Mark erbaut hatte und unterhielt, ist immer noch sauer über die Brandstifter, die nie gefasst worden sind. Und über den ständigen Vandalismus, der dem Niedergang vorausgegangen war. In dem Hochstand hatten Unbekannte bereits 2004 ein Feuer angezündet, so dass die Bodenbretter teilweise zerstört wurden, außerdem war die Hütte mit Exkrementen verschmutzt worden. Nur dem beherzten Eingreifen eines Zarrentiner Bürgers ist es zu verdanken, dass der Hochstand damals nicht abbrannte.

"Wir sind einiges gewohnt, ständig werden Wanderwegeschilder und Stege zerstört sowie Infotafeln beschmiert oder rausgerissen. Aus dem einstigen Beobachtungsstand haben wir im Laufe der Jahre Berge von Müll geräumt und immer wieder die Sitzbänke oder die Leiter repariert, das Dach mit Schilf für über 10 000 Euro erneuert. Wir hatten noch nicht mal die Rechnung dafür erhalten, da brannte der gesamte Besucherhochstand ab", erinnert sich der Amtsleiter weiter. Er bittet die Bürger bei Vandalismus nicht wegzusehen, es handele sich dabei nicht um Kavaliersdelikte. "Es sind Steuergelder, die für die Reparaturen aufgewendet werden müssen." Jarmatz’ Aufruf hat einen guten Grund. Da der Beobachtungshochstand von Touristen wie Einheimischen geschätzt und sehr gern besucht wurde, soll er nun wieder aufgebaut werden. Die dafür benötigten rund 20 000 Euro für Fundament und überdachte Plattform sollen über Spenden eingeworben werden. Dazu rufen der Gewerbeverein Zarrentin und Umgebung e.V., die Stiftung Biosphäre Schaalsee und das Amt für das Biosphärenreservat auf.

"Dieser Hochstand hat für uns einen großen touristischen Stellenwert", betont Jens Niemann, Gewerbevereinsvorsitzender. Auch Fördervereins-Geschäftsführer Gerd Schriefer nickt: "Seit der Turm dem Feuer zum Opfer fiel, fehlt am Schaalsee eine Möglichkeit, die Kraniche beim Einfliegen aus geeigneter Höhe über das Schilf hinweg zu beobachten. Dafür reisen eigens Naturfreunde und Ornithologen aus ganz Deutschland an, um dieses Naturschauspiel zu erleben."

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