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Mecklenburg-Vorpommern

18. November 2017 | 15:16 Uhr

Erotik pur im Gasthaus Paesler

vom

svz.de von
erstellt am 06.Feb.2012 | 10:13 Uhr

Lanz | "Lanz Alaaf" riefen am Samstagabend im Gasthaus Paesler Jecken und Narren. Der LCC ist mit dem ersten Büttabend in die diesjährige Saison gestartet. Mit einem dreistündigen Programm unterhielten tanzbegeisterte Mädchen, erotische Frauen, witzige Büttredner und Gesangstalente die Besucher an diesem Abend, an dem kein Auge trocken blieb.

Einen Preis für das originellste Kostüm hätte Christian Werdermann verdient. Verkleidet als Karotte inklusive Kraut auf dem Kopf, macht er die beste Figur unter den Feierfreudigen. Kein Wunder, er kennt sich aus. "Ich bin jedes Jahr beim Kölner Karneval dabei. Dort ist die Stimmung richtig gut, die Leute sind gut drauf", erzählt der junge Mann. Mit dem Kölner Festakt kann die Lanzer Veranstaltung von der Größe her zwar nicht mithalten, vom Programm aber allemal. "Ich bin zwar zum ersten Mal hier, aber es ist echt super", sagt Christian. Mit am Tisch sitzt Julia Stuhrberg. "Für uns ist er schon ein fester Termin im Kalender. Mein Freund ist Karnevalspolizist, schwenkt die Fahne", erzählt sie.

Männerballett strandet als Wikinger

Der LCC lässt keinen Punkt aus: Der Elferrat mit seinen Ministern thront auf der Bühne, im Vordergrund Prinz Lars I und seine Prinzessin Michelle I. Es wird viel getanzt. Die Funkengarde brilliert mit ihrem Auftritt in knappen Röcken, es folgen die Hofsänger(innen). Als Stewardessen von "Airlanz" landen sie zielsicher beim Publikum, animieren zum Mitklatschen. "Ich brauch’ sechs bis acht Stunden Schlaf Heydaheydaho" wird zum Ohrwurm.

Großartig die drei Tenöre: Wer bei der Persiflage der großen Sänger dieser Welt nicht lachen kann, hat keinen Sinn für Humor. Dank spezieller Schuhe waren Neigungen von 45 Grad in alle Richtungen für die drei Männer kein Problem. Das Publikum kann sich vor Lachen kaum auf den Stühlen halten und fordert eine Zugabe ein.

Der Dorfreporter nimmt (Noch)-Bundespräsident Christian Wulff, die Schuldenkrise und den verstorbenen Johannes Heesters auf die Schippe - an Karneval ist alles erlaubt. Am späteren Abend müssen wehleidige Männer daran glauben, die wir doch eigentlich ganz lieb haben.

Für das männliche Auge bieten besonders die Pink Ladys einen verführerischen Anblick. Das Pariser Nobeletablissement Moulin Rouge zum Vorbild nehmend, sorgen sie kurzzeitig für eine erotisch-sinnliche Atmosphäre, bevor das Männerballett die Gäste auf den Boden zurückholt. Denn die sieben Herren haben mit Erotik so viel am Hut wie Karneval mit Langeweile. Mit Wikingerhelm und Schwertern bewaffnet, stehen sie ihren Mann. Jetzt wird auch klar, warum das Männerballett so beliebt unter den Mitgliedern. "Es macht einfach Spaß", erzählt Neuling Stefan, der im vergangenen Jahr noch als König auf der Bühne saß. Seit 15 Jahren schon gehört das Männerballett zur Show dazu. Aus der Taufe gehoben hat es nach der etwa fünfjährigen Pause 1995 unter anderem Mario Benecke. "Uns kann man mittlerweile auch buchen", sagt er. So sind die Männer des Balletts auf Hochzeiten und anderen Festen unterwegs.


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