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Nachhaltige Waldbewirtschaftung : Erntezeit in den „Granziner Eichen"

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Mit einem gewaltigen Knall ist die stattliche Buche mit einer Länge von rund 40 Metern zielgenau auf dem Boden gelandet. Bis zum Jahresende sollen in den „Granziner Eichen" rund 200 Festmeter Holz eingeschlagen werden.

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erstellt am 21.Dez.2011 | 11:07 Uhr

Granzin | Ein gewaltiger Knall schallt durch den Wald. Die stattliche Buche mit einer Länge von rund 40 Metern ist zielgenau auf dem Boden gelandet. "Der Baum ist etwa 125 Jahre alt geworden und verspricht einen guten Erlös", ist Revierförster Jens-Uwe Springer zufrieden. Bis zum Jahresende sollen in den "Granziner Eichen" - einem rund vier Hektar großen Waldstück nordöstlich von Parchim - noch rund 200 Festmeter Holz eingeschlagen werden. "Wir haben in diesem Jahr ziemlich früh begonnen und müssen uns sputen", sagt der Chef des Voigtsdorfer Reviers, dass zum Forstamt Friedrichsmoor gehört. Der Grund ist schwerwiegend: Hier soll möglichst bald wieder Ruhe einkehren, damit selten gewordene Vögel zur Brutzeit nicht gestört werden.

"Der Einklang mit der Natur ist uns wichtig", betont der Forstmann, der seit fast zwei Jahren die Geschicke im Revier leitet. Und was das bedeutet, wird unter einer schützenden Laubschicht am Waldboden sichtbar. Jede Menge Bucheckern - das Ergebnis eines ungewöhnlich guten Mast - kommen zum Vorschein. "Das soll der Wald von morgen werden. Wir haben den Boden rechtzeitig gepflügt und hoffen, dass die Bucheckern keimen und ein neuer Buchenwald heranwächst. In wenigen Jahren wird schon mannshoch zu sehen sein, ob die Naturverjüngung die gewünschten Früchte trägt.

Auch Totholz für Leben im Wald unverzichtbar

Nur wenige Meter von der gefällt Buche entfernt fällt ein Stamm mit einem einem aufgesprühtem "T" ins Auge. Der Buchstabe "T" steht "Totholz". "Ich habe entschieden, der Baum bleibt stehen. Für Vögel ist Totholz mitunter lebenswichtig", erklärt der Forstmann.

Auch in den kommenden Monaten steht der Holzeinschlag im Mittelpunkt der Arbeiten im Revier Voigtdorf. Dann werden nicht nur die eigenen Mitarbeiter, sondern auch Lohnunternehmer und schwere Technik wie Harvester in Aktion treten. Wichtig ist Jens-Uwe Springer dabei auch die Zusammenarbeit mit etwa 340 Privatwaldbesitzern, die vielfach kleine Parzellen seit Jahrzehnten ihr eigen nennen.

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