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Greifswald : Ernst-Moritz-Arndt-Uni soll "Toni-Kroos" werden

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Die Debatte um den Namenspatron der Uni Greifswald, Ernst Moritz Arndt, nimmt kein Ende. Für Aufsehen sorgte nun die Hochschulgruppe "Die Partei". Sie schlug vor, die Uni in die "Toni-Kroos-Universität" umzubenennen.

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erstellt am 28.Jun.2013 | 06:42 Uhr

Greifswald | Die Debatte um den Namenspatron der Universität Greifswald, Ernst Moritz Arndt, nimmt kein Ende. Für Aufsehen sorgte nun die Hochschulgruppe "Die Partei". Sie schlug vor, die Uni in die "Toni-Kroos-Universität" umzubenennen, um so nicht nur den ungeliebten Namenspa tron loszuwerden, sondern auch etwas für die Hochschulkasse zu tun. "Wir könnten damit einen eigenen Merchandising-Laden aufmachen", erklärte Hannes Nehls, erster Vorsitzender der Hochschulgruppe "Die Partei".

Die Gruppe hatte sogar Kontakt zu dem bekannten Bayern-Spieler aufgenommen. "Wir haben ihm ein paar Emails geschrieben und sinngemäß kam daraufhin, dass er mal nach Greifswald kommen würde, sollte die Uni tatsächlich nach ihm benannt werden", so Nehls selbstbewusst. Bei der Studierenden-Vollversammlung in dieser Woche wollte die Gruppe nun die Debatte um die Namensänderung erneut entfachen. "Wir sind eine demokratische Partei und wollen nicht einen solchen Antidemokraten, wie Ernst Moritz Arndt als Namenspatron unserer Uni", so der Vorsitzende weiter. Die Gruppe "Die Partei" scheiterte bei der Vollversammlung - sie hatte etwa 200 Stimmen zu wenig, aber 100 Studenten waren für die Namensänderung.

"Es ist schade, dass die Vollversammlung unseren Antrag abgelehnt hat", berichtet Nehls. Hinnehmen werden sie dieses Urteil dennoch nicht: "Auch wenn wir demokratisch sind, werden wir weiter für eine Umbenennung kämpfen." Dies erst im kommenden Semester mit einem anderen Namen.

Dass der Hochschulgruppe eine Namensänderung wichtig ist, haben sie in einer Petition, die an Rektorin Prof. Dr. Johanna Weber übergeben wurde, gezeigt. Die Universität hingegen lehnt jede Debatte ab: "Es gibt mit Sicherheit derzeit keine Debatte über den Uninamen", erklärt Jan Meßerschmidt, Sprecher der Universität.

Seit dem Jahr 2009 gibt es, aufgrund von antisemitischen Aussagen Arndts, eine Debatte um den Uninamen.

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