Hagenow bereitet Sanierung vor : Erneuerung des Gewölbes ist bitter nötig

In diesem Bereich der Poststraße und  Langen Straße wird es voraussichtlich ab nächstem Frühjahr eine größere Baustelle geben. Foto: Hirschmann
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In diesem Bereich der Poststraße und Langen Straße wird es voraussichtlich ab nächstem Frühjahr eine größere Baustelle geben. Foto: Hirschmann

Seit Monaten nervt die Fahrzeugführer die halbseitige Sperrung der Poststraße. Grund dafür sind marode Ziegelgewölbe unterhalb der Straße. Bürgermeisterin Gisela Schwarz informierte über den aktuellen Stand der Planungen.

svz.de von
27. Juli 2012, 11:39 Uhr

Hagenow | Seit Monaten nervt die Fahrzeugführer die halbseitige Sperrung der Poststraße im Bereich zur Einmündung der Langen Straße. Grund dafür sind marode Ziegelgewölbe unterhalb der Straße. Bürgermeisterin Gisela Schwarz informierte auf der jüngsten Presserunde mit SVZ über den aktuellen Stand der Planungen. Denn, das steht fest, die Kommune hat hier Handlungsbedarf, die Brücke am Mühlenteich, wie dieses Vorhaben im zuständigen Bauamt der Stadt genannt wird, muss erneuert werden.

Während im vorderen Bereich zum Mühlenteich der Durchlass zur Schmarr im Zuge der Sanierung der Langen Straße schon erneuert ist, sitzt im hinteren Teil des Durchlasses der Teufel im Detail. Aufgrund eines im großen Teilen maroden Ziegelgewölbes - früher wurden die Rohre eben gemauert - kam es zu Jahresbeginn zu Dellenbildungen auf der Fahrbahn im Bereich Poststraße/Einmündung Lange Straße.

"Aufgrund der Gefährdung der Standsicherheit von Teilen des Gewölbes haben wir bereits Anfang dieses Jahres die Sperrung veranlassen müssen. Seit dieser Zeit läuft ein so genanntes Monitoring, eine ständige Überwachung des Objektes hinsichtlich des Schädigungsgrades mit dem Ergebnis, dass seither keine Veränderungen des Zustandes der Gewölbe festgestellt wurden", sagte die Bürgermeisterin im Gespräch mit SVZ. Weil es sich um eine öffentliche Straße handelt, und hier Handlungsbedarf besteht, den Schaden zu beheben, veranlasste die Kommune nach den Worten der Bürgermeisterin Planungen zur Sanierung und Erneuerung des Brückenbauwerkes. Und die zuständigen Stellen im Rathaus sind sich sehr wohl bewusst, dass es sich um ein komplexes Vorhaben handelt. Viele Faktoren müssen im Zuge der Planungen berücksichtigt werden, da müssen die im Erdreich eingelassenen Rohre und Leitungen ebenso berücksichtigt werden, wie der Verlauf des unterirdischen Brückenbauwerkes. Hier soll es eine Verlegung der bisherigen Trasse des Durchlasses weg vom Haus der ehemaligen Wassermühle geben, deutete gestern Hagenows Bauamtsleiter Dirk Wiese im Gespräch mit SVZ an. Weitere Einzelheiten werden Gegenstand der Beratung des nächsten Bauausschusses sein, der am 21. August im Rathaus zusammen kommt. "Mit der Sanierung und Erneuerung des Durchlasses muss dann die Oberfläche im Teilstück der Poststraße, zwischen Wasser- und Langer Straße neu gestaltet werden", sagt die Bürgermeisterin. Nach ihren Worten sind die Planungen des Vorentwurfes für das Brückenbauwerk abgeschlossen. Nun muss die Oberflächenplanung also Straßen, Stellflächen, Nebenanlagen und Bepflanzungen, erarbeitet und abgestimmt werden.

Da beide Teile des Vorhabens, der unterirdische und der oberirdische, förderfähig sind, wird die Stadt im Oktober bei zuständigen Bauministerium den Förderantrag einreichen. Nach Sicherstellung der Finanzierung und der Zustimmung der Stadtvertretung, so ist aus heutiger Sicht vorgesehen, soll ab dem Frühjahr des kommenden Jahres das umfangreiche Vorhaben umgesetzt werden. Eine Bauzeit von sechs bis sieben Monaten deutet sich an.

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