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Sandsturm A19 in MV : Ermittlungen gegen 24 Autofahrer nach Massenkarambolage

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erstellt am 05.Apr.2013 | 07:39 Uhr

Rostock | Vor zwei Jahren rasten in einem Sandsturm auf der Autobahn südlich von Rostock 83 Fahrzeuge ineinander. Acht Menschen kamen ums Leben, 19 wurden schwer verletzt. Die staatsanwaltlichen Ermittlungen neigen sich jetzt dem Ende entgegen. Derzeit werde gegen 24 Autofahrer unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt, so die Staatsanwaltschaft.

Um die Mittagszeit des 8. April 2011 nahm eine Staubwolke den Autofahrern schlagartig die Sicht: Nach wochenlanger Trockenheit hatte ein Frühjahrssturm riesige Mengen Sand und Erde von den großen Feldern entlang der Autobahn hochgewirbelt, es kam zur Massenkarambolage.

Für die Klärung des Hergangs waren laut Behördensprecher Holger Schütt die Untersuchungen auf die Fahrbahnrichtungen Berlin und Rostock aufgeteilt worden. In Richtung Berlin waren 23 Autos ineinandergerast, mehrere Personen wurden verletzt. Die staatsanwaltlichen Ermittlungen richten sich laut Schütt in diesem Geschehen gegen fünf Autofahrer, im wesentlich schlimmeren Unfall auf der Gegenspur werde gegen 19 Beschuldigte ermittelt. Am Unfall auf der Fahrbahn Richtung Rostock waren 60 Autos beteiligt, hier brannten die Fahrzeuge und starben die Menschen.

Wie Schütt sagte, sei die Aufarbeitung und genaue Analyse wegen der Vielzahl der Beteiligten und der Dynamik des Geschehens extrem schwierig. Auch wenn die Ursachenermittlungen weitgehend abgeschlossen seien, könne deshalb noch nicht gesagt werden, ob und wann Anklage erhoben wird. Es sei auch möglich, dass Strafbefehle beantragt oder Verfahren eingestellt werden. Den 24 beschuldigten Autofahrern werde derzeit rechtliches Gehör gewährt.

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