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Mecklenburg-Vorpommern

15. Dezember 2017 | 22:57 Uhr

Erlösung in Rostock: Rebecca lebt

vom

svz.de von
erstellt am 17.Okt.2012 | 08:19 Uhr

Rostock | Die 17-jährige Rebecca aus Rostock ist nach mehrtägiger Suche mit einem Großaufgebot an Polizei gestern lebend gefunden worden. Die Schülerin wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht, wie Staatsanwaltschaft und Polizei bestätigten. Sie sei ansprechbar. Das Mädchen wurde auf einem Fabrikgelände am Dierkower Damm an einer viel befahrenen Straße, rund drei Kilometer von ihrem Elternhaus im Stadtteil Toitenwinkel entfernt entdeckt.

Gegen 17.30 Uhr konnte die Polizei auf Anordnung der Staatsanwaltschaft einen 28-jährigen Rostocker wegen des dringenden Tatverdachtes der Freiheitsberaubung, Körperverletzung und Nötigung festnehmen. Der Mann ist bereits polizeibekannt und mehrfach einschlägig vorbestraft, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Abend mit.

Polizisten hatten zuvor ein Wohnhaus in der Nähe des Fundortes abgeriegelt. In einer Wohnung in dem Haus soll sich die junge Frau in der Nacht zum Sonntag aufgehalten haben. Nach Informationen unserer Zeitung befand sie sich aber in einem Nachbarhaus, wo sie offenbar festgehalten wurde. Zeitgleich mit der Polizeiaktion konnte sich Rebecca offensichtlich befreien, sprang aus einem Fenster und lief den Beamten entgegen.

Diese Informationen wollte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft nicht bestätigen, er dementierte sie aber auch nicht. "Wir stehen am Anfang der Ermittlungen", sagte Pressesprecher Holger Schütt. Heute um 11 Uhr will der Staatsanwalt die Öffentlichkeit ausführlich informieren. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei wollen Details zu dem Fall bekannt geben.

Offen blieb gestern, wie Rebecca auf das Fabrikgelände kam, wo sie später gefunden wurde. Das Mädchen war am frühen Samstagmorgen nach einem Barbesuch im Rostocker Stadthafen nicht nach Hause gekommen. Ein Großaufgebot der Polizei suchte ab Sonntag nach der Gymnasiastin, die als äußerst zuverlässig gilt. Seit Samstag hatten Freunde, Familienangehörige, Polizei und Feuerwehr fieberhaft nach der 17-Jährigen gesucht. Gebüsche wurden durchkämmt, Taucher gingen im Stadthafen ins Wasser, um die möglicherweise Verunglückte zu bergen. Es war eine der größten Suchaktionen in der Rostocker Geschichte. Letztlich wurde Rebecca genau in jenem Abschnitt von Rostock gefunden, den sie auf dem Heimweg auch passiert haben musste. Eine Frau schilderte gestern: "Die Polizisten haben jeden Grashalm umgelegt." Tödliche Unglücksfälle hatte es im Hafen mit seinen vielen Lokalen und Bars schon öfter gegeben.

Ein Vermisstenaufruf der Polizei im Internet war tausende Male angeklickt worden, auch über Facebook wurde die Suche publiziert.

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