zur Navigation springen

DAK-Gesundheitsreport : Erkältungen treiben Krankenstand in die Höhe

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen und der öffentlichen Verwaltung melden sich besonders häufig krank

svz.de von
erstellt am 13.Mai.2014 | 19:53 Uhr

Schnupfen, Husten und Fieber haben den Arbeitnehmern in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr zugesetzt und zu deutlich mehr Krankschreibungen im Land geführt. Die Fehltage aufgrund von Atemwegserkrankungen wie Erkältung, Bronchitis und Mandelentzündung stiegen im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Drittel (29 Prozent) an. Das geht aus dem DAK-Gesundheitsreport 2014 hervor, der gestern in Schwerin vorgestellt wurde. Für den Bericht wurden Daten von landesweit knapp 76 000 erwerbstätigen DAK-Versicherten in MV ausgewertet.

Insgesamt kletterte der Krankenstand in MV von 4,6 auf 4,9 Prozent und war damit nach Brandenburg (5 Prozent) der zweithöchste im Bundesgebiet. Der Bundesdurchschnitt lag bei 4 Prozent. Dennoch bewege sich der Krankenstand derzeit in Deutschland auf einem niedrigen Niveau, sagte Susanne Hildebrandt vom Berliner Iges-Institut, das die Studie erstellt hatte. In den 1980er Jahren habe er 7 bis 8 Prozent erreicht.

2013 war im Schnitt jeder Versicherte 17,7 Tage lang krankgeschrieben – einen halb Tag länger als 2012 (17 Tage). Auffällig: In Mecklenburg-Vorpommern stieg die Zahl der Krankheitsfälle je 100 Versicherten stark an von 132,2 auf 141,1. Damit lag der Nordosten weit über dem Bundesniveau (121,1).

Der Hauptgrund für Fehltage waren, wie auch schon die Jahre zuvor, Probleme des Muskel-Skelett-Systems wie Rückenschmerzen, Schäden an den Bandscheiben oder Knieprobleme (21,9 Prozent). Auf Platz zwei folgten mit einem ungewöhnlich hohen Anteil von 17,9 Prozent Atemwegserkrankungen und mit 13,2 Prozent psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen.

Eine durchschnittliche Erkrankung dauerte 2013 dem Report zufolge 12,6 Tage (2012: 12,9 Tage). Alarmierend ist die Anzahl der Fehltage aufgrund von seelischen Leiden. Eine Langzeitanalyse zeigt, dass in den vergangenen 13 Jahren die durchschnittliche Erkrankungsdauer um 63 Prozent anstieg. Betroffene sind nunmehr 32 Tage krankgeschrieben.

Die höchsten Krankenstände sind unter den Mitarbeitern im Gesundheitswesen (5,3 Prozent) und in der öffentlichen Verwaltung (5 Prozent) auszumachen. Hingegen hatten die Beschäftigten in der Bildungs-, Kultur- und Mendienbranche mit 4 Prozent den niedrigsten Wert.

 

 

 

 

 

 

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen