Energieversorgung : Entspannung auf dem Strommarkt

Einige Stromanbieter senken 2015 die Preise
Einige Stromanbieter senken 2015 die Preise

Wemag und Stadtwerke Rostock versprechen keine Mehrbelastung für Kunden

svz.de von
07. November 2014, 07:42 Uhr

Tausende Stromkunden in MV können sich im nächsten Jahr auf leicht sinkende Strompreise freuen. Doch nicht alle Stromanbieter versprechen eine Senkung, einige sprechen derweil von stabilen Preisen, andere Energieversorger erhöhen die Strompreise leicht.

So planen die Stadtwerke Rostock, die Strompreise für die knapp 40 000 Kunden im Netzgebiet der Hansestadt zu senken. Der Ostsee-Strompreis solle um zwei bis drei Prozent fallen, kündigte der Sprecher der Rostocker Stadtwerke Thomas Schneider an. Für Kunden, die von den Stadtwerken im Netzgebiet der Edis versorgt werden, sollen die Preise unverändert bleiben, im Netzgebiet der Wemag jedoch um 1,3 Prozent steigen. Gründe dafür sind die erhöhten Netzentgelte in den jeweiligen Regionen. In beiden Gebieten seien davon insgesamt 12 000 Kunden betroffen.

Der Westmecklenburgische Energieversorger Wemag verspricht den 100 000 Haushalts- und Gewerbekunden in der Region derweil stabile Strompreise. So sei versucht worden, die Einkaufskosten so niedrig wie möglich zu halten, erklärte Caspar Baumgart, kaufmännischer Vorstand der Wemag AG. Darüber hinaus hätte sich im Stromnetz durch die Einspeisung von Wind- und Sonnenenergie ein Überangebot an Strom ergeben, das u.a. zu den sinkenden Preisen im Großhandelsmarkt geführt habe. Ein weiterer Grund sei auch die Senkung der Umlage zur Förderung der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien von 6,24 auf 6,17 Cent pro Kilowattstunde. Wemag-Kunden, die Strom für Wärmepumpen und Nachtstromspeicherheizungen beziehen, werden zudem entlastet. Sie können mit einer Senkung des Strompreises von rund drei Prozent rechnen. „Dadurch spart ein Kunde, je nach Verbrauch, etwa zwischen 40 bis 80 Euro im Jahr“, berichtet Michael Hillmann, Vertriebsleiter der Wemag.

Laut dem Verbraucherportal Verivox hätten Energieversorger noch bis zum 20. November Zeit, ihre Preise bekannt zu geben. Erst dann sei eine genaue Prognose über die Preisentwicklung möglich. „Es lohne sich aber immer die Stromanbieter zu vergleichen, um Geld einzusparen“, rät Florian Krüger von Verivox.

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