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Mecklenburg-Vorpommern

22. September 2017 | 19:08 Uhr

FC Hansa Rostock : ,Entdeckung Lucas Albrecht

vom

2:5-Desaster zuletzt gegen Union Berlin, aber wenigstens gab es beim FC Hansa, Vorletzter der 2. Fußball-Bundesliga, eine „Entdeckung": Lucas Albrecht.

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erstellt am 30.Nov.2011 | 10:19 Uhr

Ros-tock | 2:5-Desaster zuletzt gegen Union Berlin, aber wenigstens gab es beim FC Hansa, Vorletzter der 2. Fußball-Bundesliga, eine "Entdeckung": Lucas Albrecht.

"Er hat im Training ordentlich gearbeitet und sich gut präsentiert", begründete Peter Vollmann die unerwartete Nominierung des 20-Jährigen. "Eigentlich suchen wir ja so einen Typ. Größe, Schnelligkeit - Lucas kommt dem ziemlich nahe", führte der Trainer weiter aus. "Er ist einsatzfreudiger, körperbetonter geworden. Deshalb haben wir erkannt, wir können das jetzt riskieren."

In der 3. Liga gelang ihm kein einziges Tor

Lucas Albrecht war in der Serie 2010/11 der 3. Liga, seinem ersten Erwachsenen-Jahr, bei den Rostockern in immerhin 26 der 38 Partien zum Einsatz gekommen, stand fünfmal in der Start-Elf. Aber dem Stürmer, der 2009/10 für die Hansa-A-Junioren auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft noch 17-mal getroffen hatte, war nicht ein einziges Tor vergönnt (abgesehen von einem im Landespokal).

Am zurückliegenden Freitag gegen Union, bei seinem ersten Einsatz in der 2. Bundesliga von Beginn an und sogleich über die volle Zeit, hat es endlich geklappt: Der gebürtige Neubrandenburger erzielte das 2:4, besaß zwei weitere hochkarätige Chancen und bereitete zudem das 1:3 durch Tobias Jänicke vor.

Albrecht war einer der kaum vorhandenen Licht-blicke an jenem Abend. Peter Vollmann: "Von neun Spielern war es eine unterirdische Leistung. Torwart Kevin Müller ist die ärmste Sau auf dem Platz gewesen, den nehme ich da ebenso aus wie Lucas Albrecht, der sich trotz allem gut bemüht hat, was hinzubekommen."

Der Gelobte selbst war natürlich heilfroh über seinen Treffer, doch feiern konnte er ihn anschließend nicht: "Im ersten Moment freut man sich, dass der Ball drin ist. Das motiviert einen ja gleich auch noch mehr. Aber lieber hätte ich auf das Tor verzichtet und dafür gewonnen." Er sei "sowieso eher einer, der hinterfragt, was nicht so gut geklappt hat, und der überlegt, warum das so ist".

Er habe, erzählt der Angreifer, trotz der Klatsche danach "von vielen Freunden Glückwünsche bekomen. Sie hatten mir schon vorher Mut zugesprochen, dass ich es immer wieder versuchen soll. Und jetzt haben sie gesagt bzw. geschrieben: Siehst du, es geht, klappt doch!"

Aber ausgerechnet jetzt, unmittelbar nach dem Duell mit Union, zog sich Lucas Albrecht eine Prellung des linken Mittelfußes zu. Glück-

licherweise erwies sich die Verletzung als nicht so gravierend. Gestern konnte der Angreifer wieder voll mittrainieren - und erzielte prompt das einzige Tor im Übungsspiel - für die A-Formation.

Das sieht erneut nach Start-Elf aus am Sonnabend (13 Uhr) bei Greuther Fürth. Der 20-Jährige würde an der Seite von Marek Mintál gut in das vorgesehene 4-4-2-System passen, daraus machte auch Peter Vollmann gestern kein Geheimnis. Lucas Albrecht ist jedenfalls voller Tatendrang: "Man fängt klein, dann gibt man weiter Gas und versucht, dass es nicht bei dem einen Tor bleibt. Aber vor allem hoffe ich in Fürth auf drei Punkte!"


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