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Mecklenburg-Vorpommern

22. September 2017 | 13:49 Uhr

EWN Lubmin : Energie aus Namen gestrichen

vom

EWN Lubmin benennen sich um: Entsorgungswerk für Nuklearanlagen

svz.de von
erstellt am 10.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Der Atommüllentsorger EWN in Lubmin hat sich umbenannt. Die Energiewerke Nord, Rechtsnachfolger der stillgelegten DDR-Atommeiler Lubmin und Rheinsberg, heißen seit Februar 2017 Entsorgungswerk für Nuklearanlagen. Die bislang verwendete Abkürzung EWN bleibt damit bestehen. Das Geschäftsfeld der ehemaligen Energiewerke Nord GmbH habe schon seit längerem nicht mehr im Bereich Energie gelegen, begründete eine Unternehmenssprecherin die Umbenennung. Der neue Name spiegele die eigentliche Aufgabe wider: den Rückbau von nuklearen Anlagen. Im Zuge der Umbenennung wurde auch die Homepage des bundeseigenen Unternehmens neu gestaltet. Das Kernkraftwerk am Greifswalder Bodden war zwischen 1973 und 1990 in Betrieb und erbrachte mit einer Gesamtleistung von 1760 Megawatt einen Anteil von elf Prozent des Strombedarfs der früheren DDR. Wegen Sicherheitsbedenken wurden dieses und das kleinere Kraftwerk in Rheinsberg nach dem Fall der Mauer abgeschaltet. Die Kraftwerke gingen in Bundeseigentum über und firmierten unter dem Namen Energiewerke Nord. Der inzwischen auf etwa 6,6 Milliarden Euro geschätzte Rückbau begann.

Nach EWN-Angaben wird der Rückbau der kerntechnischen Anlagen in Greifswald und Rheinsberg bis Ende der 2020er-Jahre dauern. Die Entsorgung der radioaktiven Materialien werde sich über einige Jahrzehnte, teilweise sogar bis zum Ende des Jahrhunderts hinziehen. Grund ist u.a. die ungeklärte Endlagerfrage für hochradioaktiven Atommüll. EWN betreibt in Lubmin ein Zwischenlager für schwach-, mittel- und hochradioaktiven Abfall.

Auch andere Unternehmen der EWN-Gruppe wurden in den vergangenen Jahren umbenannt. So heißt die AVR Jülich GmbH jetzt Jülicher Entsorgungsgesellschaft.

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