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Suche über unsere Zeitung hatte offenbar Erfolg : Endlich: Lebenszeichen von Flaneur

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Das Bangen hat ein Ende. Auf der Suche nach ihrem verschollenen Pony Flaneur gibt es für Kristin Franzl einen Hoffnungsschimmer. Zwei Jahre nach seinem Verschwinden ist ihr geliebter Wallach lebend wieder aufgetaucht.

svz.de von
erstellt am 14.Dez.2012 | 07:47 Uhr

Waren | Das Bangen hat ein Ende. Auf der Suche nach ihrem verschollenen Pony Flaneur gibt es für Kristin Franzl, über die unsere Zeitung erst zu Wochenbeginn berichtet hatte, einen Hoffnungsschimmer. Zwei Jahre nach seinem Verschwinden ist ihr geliebter Wallach offenbar lebend wieder aufgetaucht.

Während die 19-Jährige in Brandenburg vor Sorge um ihr Pferd schier verzweifelte, stand Flaneur nur 160 Kilometer entfernt wohl behalten in einem Stall bei Waren an der Müritz.

Nachdem unsere Zeitung über die betrogene Pferdebesitzerin und ihren gestohlenen Wallach berichtet hatte, meldete sich Flaneurs neuer Besitzer in unserer Redaktion. Gesund und munter lebe das Pony zusammen mit anderen Pferden bei ihm in einem offenen Stall, teilte der Halter mit. Pferdebesitzerin Kristin Franzl verschlug die gute Nachricht von der Müritz fast die Sprache. "Ich kann das gar nicht richtig glauben. Das wäre der Hammer", sagte die junge Frau aufgelöst und musste erst einmal tief Luft holen. Die Nachricht, dass ihr Pferd noch lebt, hatte sie überwältigt.

Aktueller Besitzer zahlte 1500 Euro für das Tier

Der aktuelle Besitzer von Flaneur lebt in der Nähe von Waren/Müritz. "Als ich das gelesen habe und die Fotos sah, dachte ich, ich falle vom Glauben ab", erzählte er. Auch sein Pony ist braun, hat zwei weiße Fesseln an den Hinterbeinen und heißt laut Pferdepass ebenfalls Flaneur. Erworben hatte sein derzeitiger Besitzer den braunen Wallach nach eigener Aussage in Brandenburg von einer Frau für rund 1500 Euro. Anzeichen für ein krummes Geschäft habe es damals nicht gegeben. "Sie hatte die Papiere für das Tier dabei", erzählte Flaneurs aktueller Besitzer.

Ein weiteres Indiz, dass es sich um den gesuchten Wallach handelt, liefern die Umstände, wie das Pony auf den Hof nach Mecklenburg gekommen ist. Die Angaben des Mannes von der Müritz decken sich weitestgehend mit den Schilderungen von Kristin Franzl. Vor knapp zwei Jahren hatte sie ihren Flaneur aus Zeitgründen einem Bekannten anvertraut, der das Pferd ohne ihr Wissen einfach weiterverkaufte. Der Betrüger wurde zwar von einem Gericht zur Zahlung von Schadenersatz verurteilt, doch Flaneur blieb verschwunden. Die Spur ihres vierhufigen Schützlings konnte die damals 17-Jährige noch zu einer Käuferin weiterverfolgen, "die mir aber nicht mehr weiterhelfen konnte", erinnerte sich Kristin Franzl. Von jener Frau hatte offenbar auch der neue Halter den Wallach erworben. Der Hinweis das Pferd sei an die Mecklenburgische Seenplatte verkauft worden, blieb zwei Jahre lang die einzige Spur und der einzige Hoffnungsschimmer. Die 19-Jährige hat aber nie aufgegeben, ihr Pferd zu suchen. Sie hat im Internet Suchanzeigen aufgegeben, Tierärzte und Hufschmiede kontaktiert. "Weil ich wissen wollte, wie es ihm geht", erzählte die Pferdeliebhaberin.

Zwischen Hoffnung und absoluter Gewissheit, ob es sich wirklich um Flaneur handelt, liegen 160 Kilometer und ein Telefonanruf. "Ich werde mich sofort beim neuen Besitzer melden", sagte Kristin Franzl. Der hat bereits signalisiert, so schnell wie möglich ein Treffen mit der jungen Frau zu vereinbaren. Dann können sich Pferd und Reiterin endlich wiedersehen.

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