zur Navigation springen
Mecklenburg-Vorpommern

25. November 2017 | 07:01 Uhr

Referendariat : Endlich in die Schule

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Lehramtsstudenten auf dem Weg ins Referendariat

svz.de von
erstellt am 12.Jan.2015 | 08:00 Uhr

Das zweijährige Referendariat   dient dazu, angehende Lehrer auf die Praxis in der Schule vorzubereiten. Die 31-jährige Dörthe Finck aus Rostock beginnt am ersten Februar ihr Referendariat an der Buchenbergschule in Bad Doberan. „Ich hatte großes Glück, denn für den Bereich Grundschulen werden Lehrer gesucht“, sagte die zweifache Mutter. Doch nicht alle ihre 225  Kommilitonen stehen vor einer sicheren Zukunft.  Probleme gibt es bei den Bewerbungsfristen für die gymnasiale Lehramts-Laufbahn.

 Absolventin Juliane-Maria Renken  kann sich vorstellen, in Mecklenburg-Vorpommern zu bleiben, doch bewirbt sie sich deutschlandweit, um bessere Chancen auf einen nahtlosen Übergang zu haben. „Beim Bewerbungsverfahren in Mecklenburg-Vorpommern wünsche ich mir mehr Transparenz. Es scheint unklar, ob sich Bewerber mit gymnasialer Oberstufe noch für die nächste Ausbildungsphase ab dem 1. Februar bewerben können“, sagt  die 28-Jährige. Ihre Unsicherheit teilt   ihr Kommilitone Josin Peña Cabrera .   Er studierte Spanisch und Englisch und weiß erst mal nicht, wie es weitergehen soll: „Ich werde bis zur nächsten Bewerbungsphase am 1. August wahrscheinlich jobben“, so Cabrera, der ebenfalls im Land bleiben möchte. Zur Überbrückung der  Wartezeit sucht er eine Stelle als Vertretungslehrer. „Nachteil ist hierbei jedoch, dass ich nicht meine Fachrichtung unterrichten werde“, so Cabrera.

 Besser gestaltet sich die Situation für Grundschulpädagogen: „Mit 37 Referendaren für das Lehramt an Grundschulen zum 1. August 2014 konnten doppelt so viele Bewerber gewonnen werden, wie  Stellen ausgeschrieben werden sollten.“, so das Kultusministerium und betont, dass  zusätzliche Referendariatsstellen  in Bezug auf das Thema Inklusion besonders wichtig erscheinen.   „Zusätzlich erhöht sich die Zahl der Referendariatsstellen durch zwei Einstellungstermine“, teilt Heinz Lipski, Sprecher des Kultusministeriums, mit.  328 Absolventen begannen den praktischen Teil ihrer Lehramtsausbildung im vergangenen Jahr, das sind so viel wie noch nie, heißt es weiter.

Trotzdem  bleiben einige Lehramts-Absolventen nach dem Studium ohne Referendariatsplatz. „Oft höre ich von den Absolventen, dass es  in MV weitergehen soll“, sagte Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock. Das Problem ist auch dem  Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung bekannt. „Dass etliche, die gern in MV bleiben würden, keinen Referendariatsplatz  erhalten, ist durch eine Petition, die abgelehnte Absolventen im Frühsommer 2014 an den Bildungsminister  gesendet haben, in besonderer Weise sichtbar geworden“, sagt Professorin   Carolin Retzlaff-Fürst.

Sophia Weis studierte Biologie und Sozialwissenschaften für das Lehramt an Gymnasien. Sie würde gern hier bleiben, doch einen passenden Platz hat sie noch nicht. Bis dahin gibt sie Vertretungsstunden an einer Grundschule in Rostock.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen