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Vogelgrippe in MV : Endlich Freiheit für das gesamte Federvieh

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gefahr durch Vogelgrippe nur noch gering – Ministerium hebt Stallpflicht vollständig auf

Sämtliches Geflügel in Mecklenburg-Vorpommern darf wieder ins Freie. Agrarminister Till Backhaus (SPD) hat am Donnerstag die Stallpflicht wegen der Vogelgrippe nach fünf Monaten vollständig aufgehoben.

Zuvor hatte er mit Vertretern der Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter der Landkreise und kreisfreien Städte darüber beraten, wie das Ministerium mitteilte. „Der letzte Virusnachweis liegt in Mecklenburg-Vorpommern mehr als vier Wochen zurück“, sagte Backhaus. Auch bundesweit entspanne sich die Lage.

In Mecklenburg-Vorpommern war vor 22 Wochen erstmals das hochansteckende Influenzavirus des Subtyps H5N8 festgestellt worden. Am 5. April hob bereits das Nachbarland Schleswig-Holstein die wegen der Geflügelpest verhängte landesweite Stallpflicht auf.

Die Stallpflicht in Mecklenburg-Vorpommern galt seit dem 14. November. Sie war in den vergangenen Wochen in einzelnen Landkreisen gelockert worden und galt zuletzt nur noch in einigen Risikogebieten.

Auch Ausstellungen und Märkte mit Geflügel dürfen laut Ministerium wieder stattfinden. Backhaus mahnte, Geflügelhalter müssten jedoch alle Sicherheitsmaßnahmen einhalten, die das Risiko verringern, Vogelgrippeerreger in die Geflügelbestände einzuschleppen.

Um auch im Bereich der Wildvögel einen Überblick über das Vorkommen von Vogelgrippe-Viren zu behalten, werde das Wildvogelmonitoring im Land fortgesetzt, hieß es. Die Geflügelhalter müssten sich darauf einstellen, dass die Geflügelpest auch künftig auftreten werde.

Backhaus bat die Geflügelhalter im Land, dafür zu sorgen, ihre Tiere bei künftigen Seuchenzügen schnell und umfassend schützen zu können. Nach Angaben des Ministeriums wurde die Geflügelpest seit November im Land in 15 Fällen bei Hausgeflügel sowie in 102 Fällen bei Wildvögeln nachgewiesen. Wissenschaftler des Friedrich-Loeffler-Instituts bei Greifswald sehen den Ursprung der Seuchenzüge in der Wildvogelpopulation, Naturschützer vermuten ihn dagegen in der Geflügelwirtschaft.

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erstellt am 14.Apr.2017 | 20:00 Uhr

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