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Terror-Razzia in Güstrow : Empörung über Freilassung

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Der Antiterroreinsatz war auch heute noch Stadtgespräch in der Barlachstadt. Dabei überwog jedoch die Empörung über die Freilassung der drei mutmaßlichen Täter. „Das erscheint mir widersprüchlich“, so die erste Reaktion von Stadtpräsident Andreas Ohm (CDU), der zugleich Rechtsanwalt in Güstrow ist. „Erst macht man so einen großen Einsatz und verängstigt die Bürger und dann setzt man die vermeintlichen Täter wieder auf freien Fuß. Ich kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen“, so Ohm auf Nachfrage unserer Zeitung. „Auch wenn die Entscheidung des Amtsgerichts formal richtig gewesen sein mag, so muss man doch bei so einer Gefahrenlage alles tun, um die Bürger zu schützen.“

Er verstehe die Welt nicht mehr, erklärt unterdessen Marcus Heinath und fügt hinzu: „Auf der einen Seite gibt der Staat viel Geld aus, um solche Leute aufzuspüren, was mich sehr beeindruckt und stolz macht, solche Einsatzkräfte zu haben, die das möglich machen! Auf der anderen Seite schockiert es mich, dass diese Arbeit von einem Richter zunichtegemacht wird.“ An die Arbeit der eingesetzten Polizeibeamten erinnert auch Adrian Reinhold: „Unsere Polizei tut mir leid. Halten täglich Kopf und Kragen hin, am Ende für nichts.“ Für Christoph Ziems ist die Vorgehensweise ebenfalls nicht nachvollziehbar. „Staatsgefährdende Straftaten planen und dann wegen ein paar Minuten zu spät, wieder freilassen?“

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