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E-Mobilität : Elektroautos sind in MV Ladenhüter

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Caffier übergibt ersten E-Smart für Landesregierung

von
erstellt am 20.Jan.2015 | 20:34 Uhr

In keinem anderen deutschen Bundesland werden so wenig Elektroautos verkauft wie in Mecklenburg-Vorpommern. Heute will die Landesregierung mit gutem Beispiel vorangehen. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) persönlich übergibt den ersten vollständig elektrisch angetriebenen Dienstwagen an die Zentrale Fahrbereitschaft des Landes. Das Fahrzeug ist ein kleiner Elektro-Smart von Daimler und kostet für Privatkunden 23  000 Euro.

Bereits 2011 hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angekündigt, dass bis 2020 eine Million mit E-Motor angetriebene Autos auf Deutschlands Straßen unterwegs sein sollen. Im Nordosten der Republik kommt der schadstofffreie Fortschritt allerdings nur in homöopathischen Größenordnungen an. Unter den insgesamt 35  184 Fahrzeugen, die im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern neu zugelassen wurden, waren laut Angaben des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) lediglich 45 Elektroautos – ein Anteil von 0,1 Prozent. Hinzu kommen 294 neue Fahrzeuge mit Hybridmotor. Bundesweit wurden im vergangenen Jahr immerhin 85  22 Elektroautos zugelassen, weitere 27  435 hatten einen Hybridmotor .

Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) sieht die Gründe für das Desinteresse an E-Autos im Land in dem hohen Anschaffungspreis und der nicht ausreichend vorhandenen Infrastruktur. „Deren Ausbau stockt, da kaum potentielle Nutzer vorhanden sind“, sagte Pegel gegenüber unserer Redaktion. Es müssten zügig mehr Ladestationen installiert werden. Handelsketten, Wohnungsgenossenschaften, Tankstellen und größere Unternehmen seien gefordert. Der Verkehrsminister verspricht staatliche Förderung: „Als Land bietet uns die Klimaschutzrichtlinie Ansatzpunkte.“

 

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