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Mecklenburg-Vorpommern

18. November 2017 | 02:21 Uhr

E-Mobilität : Elektroautos fahren Bogen um MV

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nur 45 Fahrzeuge 2015 landesweit zugelassen.

svz.de von
erstellt am 02.Dez.2015 | 21:00 Uhr

Auf dem Klimagipfel in Paris sind Elektroautos ein großes Thema – in Mecklenburg-Vorpommern interessiert sich dagegen kaum ein Autofahrer für den umweltfreundlichen Antrieb. Gerade einmal 45 Fahrzeuge mit Elektromotor wurden von Januar bis Ende November 2015 im Nordosten zugelassen, wie aus jüngsten Veröffentlichungen des Kraftfahrtbundesamtes hervorgeht. Das sind 0,13 Prozent aller 34.000 Autos, die in diesem Zeitraum in Mecklenburg-Vorpommern zugelassen wurden. Hinzu kommen 273 Hybridfahrzeuge mit Verbrennungs- und Elektromotor.

2011 hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angekündigt, dass bis 2020 eine Million mit E-Motor angetriebene Autos auf Deutschlands Straßen unterwegs sein sollen. Von diesem ehrgeizigen Klimaziel ist man noch weit entfernt. Im gesamten Bundesgebiet gingen in den ersten elf Monaten 10.757 neue Elektroautos an den Start – das sind 0,4 Prozent aller 2.687.996 zugelassenen Fahrzeuge.

Schwerins Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) sieht die Gründe für das Desinteresse an E-Autos im hohen Anschaffungspreis und der spärlichen Infrastruktur. „Es müssen daher zügig mehr Schnellladestationen installiert werden“, sagte der Minister gegenüber unserer Redaktion. Die von der Autobahn Tank & Rast GmbH im kommenden Jahr neu errichtete Rastanlage Demminer Land an der A20 werde als erste Anlage im Land mit neuer Schnellladetechnik ausgestattet sein, kündigte der Minister an. Die Rastanlagen Schaalsee und Stolpe an der A24 sowie Recknitzniederung an der A19 würden folgen.

Derzeit gibt es in Mecklenburg-Vorpommern 103 konventionelle Ladestationen mit 239 Steckdosen für E-Autos.

Um Elektroautos bekannter zu machen, startete im Juli die durch das Verkehrsministerium initiierte Kampagne ePendler. 34 unter 1200 Anmeldungen ausgeloste Bewerber konnten eine Woche lang ein E-Mobil testen.

Aus Sicht der Opposition im Landtag setzt sich die Landesregierung zu wenig für den Ausbau der E-Mobilität ein. „Auch Mecklenburg-Vorpommern muss mehr Verantwortung übernehmen“, sagte die Verkehrsexpertin der Linksfraktion, Mignon Schwenke.

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