Elbeport: Das Hafengeschäft läuft

Die Wasserbausteine werden im Elbeport umgeschlagen. Es handelt sich im Wortsinn um Schwergewichte: ein Kubikmeter wiegt 2,8 Tonnen. Foto: Barbara Haak
Die Wasserbausteine werden im Elbeport umgeschlagen. Es handelt sich im Wortsinn um Schwergewichte: ein Kubikmeter wiegt 2,8 Tonnen. Foto: Barbara Haak

svz.de von
10. Juli 2012, 05:54 Uhr

Wittenberge | An drei Stellen gleichzeitig greifen gestern früh Bagger in die blauen Waggons, die auf den Gleisen im Hafen stehen. 24 Waggons, also ein sogenannter Ganzzug, ist mit schwerer Last angerollt. Im Auftrag der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Magdeburg werden im Bereich Buhnen ausgebessert. Die dafür benötigten Wasserbausteine gelangen per Zug nach Wittenberge, werden auf dem Terminal des ElbePorts zwischengelagert, um dann nach Bedarf auf Schiffe umgeschlagen zu werden. Insgesamt sechs dieser Ganzzüge sind im Elbeport einschließlich gestern umgeschlagen worden.

"So funktioniert normales Hafengeschäft", sagt Hafenchef und Prokurist Michael Beyer. Bei einem Auftrag wie diesem komme positiv zum Tagen, "dass wir quasi als zwischengeschaltetes Logistikzentrum trimodal sind", sagt Beyer mit Verweis auf Wasser, Straße und Schiene. Die Reparatursteine für die Buhnen werden im Herstellerwerk Röcknitz bei Torgau direkt in die Waggons verladen und dann hierher gefahren. Wirtschaftlich seien Transporte mit möglichst geringem Aufwand, verdeutlicht Beyer.

Seit rund einem Jahr ist der Hafen in in der jetzigen Ausbaustufe in Betrieb: "Wir liegen aktuell bei 65000 Tonnen Umschlag im ersten Halbjahr. Das ist gut", wertet Beyer das Geschäft. Gerade hat ein potenzieller Hafenkunde mit Sitz hier in der Region sein Büro verlassen. Der Hafenchef hat über die Möglichkeiten des Elbeports informiert. "Unser Vorteil ist die Trimodalität. Das muss man ausspielen. Wir nutzen den Wasserweg ebenso wie die Schiene und die Straße." Auf diesen Vorteil verweist Beyer auch, als es um die Wasserstände der Elbe geht. Dass es Hoch- und Niedrigwasser oder auch Eisgang das Geschäft schwieriger machen, sei keine Frage. "Aber man kann sich darauf einstellen, Alternativen finden und anbieten, wenn man so wie hier die gute Anbindung an die Bahn bzw. per Straße hat.

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