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Polizei-Einsatz : Ekelfleisch für Restaurants in MV

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Polizei stoppt Kühltransporter mit defekter Kühlanlage

Wieder Ekelfleisch auf den Weg in Küchen im Nordosten: Gekühltes Fleisch für Restaurants in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Schleswig-Holstein sollte er liefern, doch im Laderaum des Transporters war es mollig warm – auf einem Rastplatz bei Gudow (Kreis Herzogtum Lauenburg) hat die Polizei einen Kühltransporter aus dem Verkehr gezogen, dessen Kühlanlage defekt war. Wie die Polizei gestern mitteilte, zeigte das Thermometer für den Laderaum 17,1 Grad an – selbst die Außentemperatur lag mit 15,5 Grad noch darunter.

Der Transporter hatte bei der Fahrt am vergangenen Mittwoch diverse frische und tiefgekühlte Lebensmittel einer Firma aus Hamburg geladen, darunter Fisch und Fleisch. Der Fahrer hätte den Defekt der Kühlung laut Polizei auch während der Fahrt bemerken können: Die Temperaturanzeige des Laderaums befindet sich in der Fahrerkabine. Zudem lagen Tüten mit tiefgekühlten Pommes ungeschützt auf dem Boden des Laderaums, der laut Polizei in einem „hygienisch bedenklichen“ Zustand war. Eine von den Ermittlern bestellte Lebensmittelkontrolleurin ordnete daraufhin die Vernichtung der Ware an. Gegen den 35-jährigen Fahrer wird nun ermittelt. Er muss sich ebenso wie sein Arbeitgeber wegen Verstößen gegen die Verordnung über tiefgefrorene Lebensmittel und gegen die Lebensmittelhygieneverordnung verantworten.

Trotz regelmäßiger Kontrollen erreicht immer wieder Ekelfleisch die Lieferwege in Deutschland. Erst im Herbst 2013 war im niedersächsischen Bad Bentheim ein Fleischskandal aufgeflogen – Verdacht von Kennzeichnungsverstößen und Urkundsdelikten. Berichten zufolge soll in einem Betrieb tonnenweise Gammelfleisch mit gutem Fleisch vermischt worden und dafür regelmäßig schlechtes Fleisch billig eingekauft worden sein. Im Frühjahr waren auch Unternehmen in MV von einer niederländischen Firma beliefert worden, die in Verdacht stand, Rindfleisch mit Pferdefleisch vermengt und falsch deklariert zu haben. Jahre zuvor war auf der A 24 zwischen Ludwigslust und Hagenow ein Transporter mit aufgetauten Dönerspießen entdeckt worden. Skandal auch bei einem niedersächsischen Hersteller: Dort war verdorbenes Fleisch aus Polen umetikettiert worden.

 

 

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erstellt am 23.Apr.2014 | 07:45 Uhr

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