Grüne Woche Berlin : Eiskalt durchgestartet

Franziska Gottsche alias „Heidi“ bevorzugt die fruchtigen Sorten – in diesem Fall ein Mango-Sorbet.
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Franziska Gottsche alias „Heidi“ bevorzugt die fruchtigen Sorten – in diesem Fall ein Mango-Sorbet.

Die Garagen-Idee von zwei Neubrandenburgern wurde zum süßen Start-up

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26. Januar 2018, 05:00 Uhr

Etwas mit den Händen erschaffen. Handwerken. Das war das Ziel von Franziska Gottsche und Martin Horst. Draus geworden ist „Jackle & Heidi“ – eine Eismanufaktur in Neubrandenburg. Haupteinnahmequelle des Paars ist eine Werbeagentur, die er leitet und für die sie als Fotografin arbeitet. Die Liebe zum Eis war anfänglich nur die Idee für ein bisschen zusätzliches „Sommergeld“, wie Franziska Gottsche erzählt. Was in der heimischen Garage mit einer kleinen Eismaschine begann, wurde schnell zu einem erfolgreichen Start-up. „Plötzlich kommen die ganzen bürokratischen Hürden, dann muss investiert werden und wir waren plötzlich zu weit, um alles hinzuschmeißen“, sagt die 32-Jährige. Und so folgten dem anfänglichen Vanilleeis mehr als 20 weitere Sorten. „Alles selbstgemacht, selbst die Kekse und der Eierlikör. Aber ohne künstliche Zutaten. Natur pur – eiskalt“, betont Franziska Gottsche.

Im vergangenen Jahr als Neuling auf der Grünen Woche und ausgezeichnet mit dem Gastro-Gründerpreis 2016, startet das Paar weiter durch. In diesem Jahr haben sie für die Messe einen „cold stone“ dabei. Braten auf heißen Steinen ist keine Seltenheit. Eis auf frostigen Platten hingegen neu. Und genau die hatten die Neubrandenburger an Bord.

Als eisig-süße Version des Robert-Louis-Stevenson-Klassikers „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ schlüpfen sie in ihre Rollen: „Jackle“, der Liebhaber von Sahnigem und Mächtigem, und „Heidi“, die Freundin des Leichten und Fruchtigen. „Wir sind nicht nur privat ein gutes Paar, sondern wir harmonieren auch sonst“, sagt Franziska Gottsche. Trotz der vielen Arbeit, hat sie ihre freie Zeit gern in die Weiterentwicklung der Eismanufaktur investiert. Schlaf gehört seit Monaten zur Mangelware. Aber nicht nur, weil der Kundenkreis wächst. Auch die Familie ist gewachsen. „Wir haben ein Baby bekommen und die Liebe wird immer mehr – zur Familie wie zum Start-up“, sagt die junge Mutter. Sichtlich euphorisiert erzählt sie von vielen neuen Kontakten, die das Paar auch in diesem Jahr bei der Grünen Woche in Berlin geknüpft hat. „Wir würden gern weitere Partner finden. Usedom und der Rostocker Raum sind noch weiße Flecken. Aber wir sind dran“, sagt die junge Unternehmerin. In Wismar und Schwerin sind die beiden bereits vertreten.

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