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Schätzung : Einheitskosten: 2.000.000.000.000 Euro

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zwei Drittel der Transfers flossen laut Studie in den sozialen Bereich / Geldrückflüsse in den Westen rechnen die Forscher nicht ein.

svz.de von
erstellt am 04.Mai.2014 | 19:58 Uhr

Die deutsche Einheit hat nach einer Schätzung des Berliner Forschers Klaus Schröder bislang rund zwei Billionen Euro gekostet. 60 bis 65 Prozent dieses Geldes seien in den Sozialbereich geflossen, davon wiederum ein Großteil in die Rente, sagte der wissenschaftliche Leiter des Forschungsverbundes SED-Staat der Freien Universität Berlin der „Welt am Sonntag“. Eingerechnet in diese Zahl seien alle Finanztransfers in den Osten, die verschiedenen Wirtschaftsfördertöpfe, Solidarpakt, Länderfinanzausgleich, EU-Fördermittel, Transfers über die Sozialsysteme abzüglich der selbst erzeugten Steuern und Sozialabgaben.

Die direkten und ausschließlichen Finanztransfers in den Osten seit 1991 beliefen sich laut Dresdner ifo-Institut auf rund 560 Milliarden Euro, schreibt das Blatt weiter. Darin enthalten seien Mittel aus dem Fonds Deutsche Einheit, der Treuhandanstalt, die Investitionszulage und die wachstumsorientierten Ausgaben des Bundes. Zwischen 1991 und 2013 seien jährlich zwischen 8 und 14,5 Milliarden Euro allein an wachstumsfördernden Maßnahmen in den Osten geflossen.

Trotz der Hilfen gibt es dem Bericht zufolge auch 25 Jahre nach dem Fall der Mauer einen Rückstand des Ostens im Vergleich zum Westen - auch in Zukunft. „Der Osten wird auf absehbare Zeit den Anschluss an den Westen nicht schaffen“, meint Joachim Ragnitz vom Dresdner ifo-Institut in derselben Zeitung. Auch Wirtschaftswissenschaftler Karl-Heinz Paque aus Magdeburg konstatiert: „Wir werden uns in Zukunft mit größeren Wohlstandsunterschieden innerhalb Deutschlands abfinden müssen.“

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