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Vorbereitungen in Potsdam : Einheitsfeier 2020 in Potsdam

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Der Landeshauptstadt droht ein Verkehrschaos

svz.de von
erstellt am 06.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Die zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Mainz sind gerade über die Bühne gegangen. In Brandenburg bereitet man sich schon darauf vor, in drei Jahren der Gastgeber zu sein. Bei rund 500 000 erwarteten Gästen kann man nicht früh damit beginnen. 2005 war Potsdam schon einmal Gastgeber. Die Erinnerungen sind nicht unbedingt die besten. Die Stadt hatte es mit Ach und Krach geschafft, den Alten Markt neu zu pflastern. Hinter dem wenige Jahre zuvor errichteten Fortunaportal schauten die Besucher auf eine große Ödnis. Heute steht dort der Landtag. Auch das Palais Barberini und seine Nachbarn gab es damals noch nicht. Während andere ostdeutsche Landeshauptstädte stolz ihre herausgeputzten Innenstädte präsentierten, musste in Potsdam improvisiert werden. Das könnte auch 2020 wieder der Fall sein. Im November beginnt der Abriss der Fachhochschule neben dem Landtag. 2018 soll die Fläche beräumt sein. Die geplante Bebauung auf den historischen Grundrissen mit einigen barock rekonstruierten Fassaden ist noch nicht ausgeschrieben. Ob die Häuser 2020 fertig gestellt sein werden, ist fraglich. Notfalls müssen die Bauarbeiten unterbrochen und Unfertiges mit bunten Planen verkleidet werden. Im günstigsten Fall kann man schon die neuen Straßen und erste Konturen des Viertels besichtigen. Zum Festgelände wird neben dem Alten Markt auch der Lustgarten und der Neue Markt zählen. Auf dem Weg dorthin gibt seit fast zehn Jahren die Baugrube, in der die neue Synagoge errichtet werden sollte. Ob sich nach all den Querelen um die Gestaltung und Betreibung des Gotteshauses dann schon etwas getan haben wird, ist offen. Auch die Garnisonkirche gehört zum Festbereich. In diesem Jahr soll noch Baustart sein. Optimistisch betrachtet, könnte der Turm den Besuchern schon als Aussichtsplattform dienen. Als Vorgabe hat die Staatskanzlei ausgegeben, dass keine Baustellen die An- und Abreise beeinträchtigen. Mit der Stadtverwaltung wird deshalb vereinbart, die geplante neue Straßenbahnführung am Bahnhof bis dahin fertig zu stellen. „Es ist eine einmalige Gelegenheit für das Land sich zu präsentieren“, sagt Thomas Braune, der in der Staatskanzlei für das Landesmarketing zuständig ist. Der zentrale Festakt wird wie 2005 auf dem Filmgelände in Babelsberg stattfinden. Mit der Metropolishalle gibt es jetzt aber eine klimatisierte Location für die rund 1000 geladenen Gäste.

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