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Wohnimmobilien : Einfamilienhäuser gefragt wie nie

vom
Aus der Onlineredaktion

Immobilienmarkt in MV heterogen: Preise auf dem Land zum Teil rückläufig

svz.de von
erstellt am 28.Sep.2016 | 12:00 Uhr

Niedrigzinsen und brummendem Arbeitsmarkt sei Dank: Der Immobilienmarkt boomt – auch in den neuen Bundesländern. Allerdings konzentriert sich die Nachfrage nach Eigenheimen und Wohnimmobilien hier vor allem auf die größeren Städte und ihr Umfeld. Das geht aus dem gestern vorgestellten Bericht des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung zum Wohnungs- und Immobilienmarkt 2016 hervor. In ländlichen Regionen sind demnach Wohnimmobilien unverändert günstig oder sogar zu sinkenden Preisen zu haben.

Das deckt sich mit Einschätzungen des Immobilienverbandes IVD Nord. „Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern liegt in diesem Jahr höher als im letzten Jahr. Dies hat sich erneut auf die Preise ausgewirkt“, konstatiert der stellvertretende Vorsitzende des IVD Nord, Tom Hübner. So seien in Rostock Verkaufspreise für Einfamilienhäuser in einfachen und mittleren Lagen im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent gestiegen. Für ein gebrauchtes Haus mit 125 Quadratmetern Wohnfläche, mit Grundstück und mittlerem Wohnwert müssten in der Hansestadt durchschnittlich 265 000 Euro bezahlt werden.

Auch in Schwerin müssen für Einfamilienhäuser in einfachen Lagen acht Prozent mehr als 2015 bezahlt werden. Drei Prozent mehr sind es bei mittlerem Wohnwert, hier gibt der IVD 180 000 Euro als Durchschnittspreis für ein einfaches 125-Quadratmeter-Haus mit Grundstück an. Gerade bei einfachen Objekten, die häufig stark renovierungsbedürftig sind, übersteigt laut IVD die Nachfrage das Angebot bei Weitem. Eher verfügbare größere Häuser (150 Quadratmeter Wohnfläche) in guter Lage und guter Ausstattungsqualität kosten in Rostock durchschnittlich 330 000 Euro (plus drei Prozent), in Schwerin 260 000 Euro (plus vier Prozent). Zum Vergleich: In Wismar bekäme man so ein Haus bereits für 190 000 Euro. In Heringsdorf oder Warnemünde müsste man dafür dagegen zwischen 500 000 und 600 000 Euro bezahlen – wenn man denn überhaupt eine entsprechende Immobilie findet. Fernab von Kernstädten und Küstenregionen Mecklenburg-Vorpommerns beobachtet der IVD dagegen auf ohnehin schon niedrigem Niveau weiter rückläufige Immobilienpreise.

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