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Premiere im Staatstheater Schwerin : Eine wahres Liebesmärchen

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Zahlreiche Familien waren gestern in das Staatstheater Schwerin gekommen, um die Premiere des diesjährigen Weihnachtsmärchens Prinzessin auf der Erbse zu erleben.

svz.de von
erstellt am 28.Nov.2011 | 10:01 Uhr

Schwerin | Begeisterter Applaus für die Darsteller im Mecklenburgischen Staatstheater in Schwerin. Zahlreiche Familien waren gestern in das Große Haus gekommen, um die Premiere des diesjährigen Weihnachtsmärchens zu erleben: "Die einzig wirklich wahre, wenn auch beinahe unglaubliche Geschichte der Prinzessin auf der Erbse".

Der 7-jährige Linus und sein Vater Joachim Nowiak sind ebenfalls unter den Zuschauern und extra aus Mölln angereist. Beide sind wahre Experten, was Märchen angeht. Seit vielen Jahren sind sie treue Fans der Weihnachtsmärchen. "Linus liebt Märchen", sagt Nowiak. Er selbst genießt das vorweihnachtliche Flair und das festliche Ambiente des Theaters; und schwelgt in den Erinnerungen an die Märchen aus seiner Kindheit.

Linus und sein Vater haben große Erwartungen. Sie kennen den Märchenklassiker von Hans Christian Andersen gut und sind gespannt auf die Interpretation des Mecklenburgischen Staatstheaters.

Und sie sollten nicht enttäuscht werden. Regisseur Peter Dehlers hat mit seiner eigenwilligen, aber herzerfrischenden Version der Anderson-Erzählung einen vergnüglichen Märchenspaß kreiert. Schrullige Figuren mit dem Herz am rechten Fleck, farbenprächtige Kostüme und märchenhafte Kulissen lassen die Zuschauer in eine neue, moderne Welt der Prinzen und Prinzessinnen eintauchen. Untermalt von der mitreißenden Musik John Carlsons mit bisweilen rockigen Passagen erzählt Dehler, welche wirklichen und mitunter höchst komischen Ereignisse zu dem berühmten Erbsentest führten.

Außergewöhnlich und zu dem Genre der Märchen passend zugleich, setzt Dehlers bei seiner Fassung auf eine zeitgemäße Sprache mit jeder Menge Wortwitz - eingepackt im klassischen Gewand der Reimform.

Prinz Leander (Christoph Bornmüller) will ganz unstandesgemäß seine große Liebe, das Küchenmädchen Heidi (Brit Claudia Dehler), zur Frau nehmen. Doch die Königin (Brigitte Peters) hat andere Pläne. Sie will, dass ihr Sohn eine echte Prinzessin aus dem Nachbarland heiratet. Leander und Heidi versuchen alles, um die Hochzeit zu verhindern. In den turbulenten Ereignissen verlieren sie sich aber aus den Augen. Dennoch kämpfen beide für ihre Liebe. Unerwartete Hilfe bekommt Heidi dabei von einer sprechenden Matratze (Bernhard Meindl) und einem trotteligen Räuber, der unverkennbar an Captain James Sparrow aus den "Fluch der Karibik"-Filmen erinnert. Sein Name: "Daumenlutscher Mickey".

Der Matratzen-Mann ist der heimliche Star des Stückes. Er tritt als Erzähler der Geschichte direkt mit den Zuschauern in Kontakt und führt amüsant und spielerisch durch die Aufführung. Auch die anderen Figuren wenden sich den Kindern im Publikum zu, ermuntern sie, die Protagonisten in ihren Abenteuern und Entscheidungen zu unterstützen und lassen sie dadurch zu einem Teil der Geschichte werden.

"Es war zu keinem Punkt langweilig", sagt Nowiak nach der Vorstellung. Und auch Linus wird seinen Freunden in den nächsten Tagen viel zu erzählen haben von der "einzig wirklich wahren, wenn auch beinahe unglaublichen Geschichte der Prinzessin auf der Erbse".

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