Neubrandenburg : Eine Stadt trotzt den Prognosen

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Einwohnerzahl Neubrandenburgs im dritten Jahr in Folge gestiegen

Die Stadt Neubrandenburg hat entgegen allen Prognosen 2017 ihre Einwohnerzahl zum dritten Mal in Folge steigern können. Derzeit leben 65 175 Menschen in der drittgrößten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns, rund 600 Einwohner mehr als vor einem Jahr, wie ein Sprecher der Stadtverwaltung gestern erklärte. Der Hauptgrund sei der starke Zuzug von etwa 3600 Menschen im Vorjahr, darunter viele Menschen aus Dörfern sowie Migranten. Allerdings sterben pro Jahr noch etwa 150 Einwohner mehr als neu geboren werden.

Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) sieht unter anderem in der Wirtschaftskraft der Stadt einen Grund für den Zuzug. Statistisch hat Neubrandenburg vor Schwerin und Rostock mit etwa 873 Euro die höchste Steuerkraft pro Einwohner. Witt hatte zudem 2015 dazu aufgerufen, den Strom der Flüchtlinge als Chance zu begreifen. Durch Initiativen zur Integration von Firmen und Vereinen stieg der Anteil der Neubrandenburger mit ausländischen Wurzeln von 2,8 auf 5,8 Prozent.

Die frühere DDR-Bezirksstadt zählte 1989 rund 90 000 Einwohner. Dann gab es viel Abwanderung, was bis Ende 2014 nicht umgekehrt werden konnte. Damals lebten 63 311 Menschen in der Stadt. Mit der Entwicklung trotzt die Stadt Prognosen des Landes, dass die Einwohnerzahl bis 2020 weiter deutlich sinken werde.

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